CloudLab: Magento 2, Packaging, 3D-Editor – was bringt 2018?

Ansprechende Editierfunktionen, Softwareupdates, Perspektiven – CloudLab hält 2018 noch Neues für Onlinedrucker bereit.

In den letzten Wochen waren hier auf beyond-print vor allem internationale Anbieter und Entwicklungen aus dem Onlineprint-Business im Fokus. Zeit also, nochmal Software-Angebote und -Anbieter zu beleuchten, die zwar nicht weniger international vertreten sind – aber eines gemeinsam haben: Sie stammen aus Deutschland. Bei CloudLab, einem Entwickler, der einige namhafte Onlineprinter aus den Bereichen Packaging, Foto und Werbemittel mit Magento-basierter Software versorgt, habe ich mal nachgefragt, was sich in letzter Zeit so getan hat an ihrer eigenen Software-Front.

Mit dem Gründungsjahr 2013 gehört CloudLab, mit Stammsitz in Dortmund, zu den jüngeren Playern im Onlineprint-Business – gleichzeitig zu den erfolgreichen mit einem qualitativ hochwertigen Kundenportfolio. Nicht umsonst kümmern sich mittlerweile knapp 50 Mitarbeiter um die Umsetzung und Pflege der Magento-basierten Lösung printQ, die für B2B- als auch für B2C-Printshops Anwendung findet. Die Referenzliste ist gespickt mit D/A/CH-Nischenanbietern und international agierenden Onlinedruckern. Über einige davon, wie z. B. Cimpress, Letterpresso und Ortmaier, habe ich schon mehrfach hier auf beyond-print berichtet.

Verpackungseditor aus dem Hause CloudLab – ein Anwendungsbeispiel im Onlinedruck; Quelle: https://www.saxoprint.de/verpackungen/easybox

Um aber nicht alles zu wiederholen, was CloudLab-Kenner sowieso von der bewährten printQ-Lösung kennen, hier ein kleines Update. Als frisches Umsetzungsbeispiel lässt sich die Verwendung des neuen Design Editors für Packaging von CloudLab für das Verpackungsangebot von Saxoprint anführen. Das Designtool wurde als Stand-alone-Version integriert, verrichtet bei Saxoprint seit dem ersten Quartal 2018 seinen Dienst und bietet eine dynamische 3D-Direktvisualisierung (WYSIWYG) des Endprodukts auf Grundlage der gewählten Maße mit freier Dreh- und Zoomfunktion. Eventuell durch den Kunden falsch positionierte Elemente können so erfasst und korrigiert werden; zusätzlich kann der Anwender z. B. seitenübergreifende Designs so bestens kontrollieren. Und da der Editor HTML5-basiert ist, kann die größenvariable Vorschau auch auf Mobilgeräten umgesetzt werden. Anhand der gewählten Verpackungsmaße werden unmittelbar auch die PDF- und CF2-Dateien für die Produktion generiert, was eine fließende Einbindung des Editors in den Verpackungs-Workflow garantiert.

„Print-Workflows effizienter machen und Onlineprint-Kunden in den relevanten Bereichen wie im Packaging neue Features bieten – dadurch bleibt man als Software-Dienstleister am Ball, auch dauerhaft.“ – Bernd Zipper

Kürzlich hat Adobe die Akquise von Magento bekanntgegeben, (ich berichtete an gleicher Stelle). Und da mich – und ganz sicher auch einige Leser – interessiert, wie jemand die Übernahme sieht, der tagtäglich mit der Software arbeitet, habe ich Marc Horriar, CEO von CloudLab, mal nach seiner Einschätzung dazu gefragt.

„Im Gegensatz zur letzten Übernahme 2015 ist es dieses Mal keine reine Investment-Firma, die Magento kauft, sondern Adobe. 

Adobe ist für die Druckindustrie und für Magento in zwei Punkten positiv zu betrachten: Zum einen ist es ein Unternehmen, das derzeit stark in den Cloud-Gedanken und ins E-Commerce und den operativen Gedanken dahinter investiert, zum anderen – und das ist für uns speziell im Vertrieb vorteilhaft – ist Adobe ein Unternehmen, das wirklich jeder kennt, was bei Magento bisher nicht immer der Fall war. Viele in der Druckindustrie und fast alle unserer Kunden setzen Adobe Software-Lösungen wie InDesign oder Photoshop irgendwo ein, daher gibt es mitunter zukünftig auch bessere Möglichkeiten der Kooperation und der Zusammenarbeit.

Für die User wird sich sicherlich erstmal nichts ändern, und die Befürchtung, dass Adobe Magento nicht mehr als Open Source System anbieten könnte teilen wir gar nicht – von dem Shitstorm lässt Adobe auf jeden Fall die Finger!

Wir sehen die Entwicklung alles in allem sehr positiv. Adobe ist ein guter, verlässlicher Partner, der sich hervorragend in unserer Industrie auskennt, und wir sind sehr gespannt, wie das alles weitergeht.“

Also, Marc ist – genauso wie ich – gespannt, was Adobe aus der Sache machen wird. Auch wenn ich es gerne etwas kritischer formuliere: Fest steht aber, dass Magento-basierte Printshops nicht schlechter dastehen werden als vorher.

Nischenanwendung gefällig? Letterjazz ist seit dem Shop-Launch CloudLab-Kunde; Quelle: letterpresso.com

Um mal den Blick von der Einzelanwendung Editor auf CloudLab bzw. printQ als Ganzes zu richten interessiert noch, was in Zukunft ansteht. Zeitnah und eminent wichtig: Die Umsetzung in Magento 2.2 mit printQ in der Version 4, was ab August 2018 der Fall sein wird. Zukünftige CloudLab-Kunden dürfen sich in der Hinsicht also sicher sein, dass ihre Shop-Basis mit dem neuen Standard läuft. Das soll aber nicht heißen, dass bestehende Shops dann „veraltet“ sind. Zusätzlich wird der Packaging-Editor mit weiteren Funktionen ausgebaut und in Sachen Print Procurement ist das Team rund um CEO Marc Horriar auch schon mit der Entwicklung eines Standard-Interfaces zugange. Man sieht, es bewegt sich einiges.

My Take: Es ist grundsätzlich ein gutes Zeichen, wenn erfolgreiche Nischenanbieter, Start-ups und etablierte Unternehmen eine Lösung verwenden, die jedem von ihnen gewinnbringend hilft. Und da CloudLab als Lösungsanbieter für WtP-Software stets Vortrieb beweist, können die Dortmunder auch zukünftige Onlineprint-Anforderungen – vor allem im Bereich Packaging – erfüllen. Wie gesagt, das Kundenportfolio des Softwaredienstleisters hat nicht umsonst ein solches Format.

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CloudLab: Magento 2, Packaging, 3D-Editor – was bringt 2018?
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CloudLab: Magento 2, Packaging, 3D-Editor – was bringt 2018?
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Print-Workflows effizienter machen und Onlineprint-Kunden in den relevanten Bereichen wie im Packaging neue Features bieten – dadurch bleibt man als Software-Dienstleister am Ball, auch dauerhaft.
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beyond-print.de
15.06.2018|Markt|1 Comment

One Comment

  1. Thomas Grainer 19. Juli 2018 at 9:41 - Reply

    Der Beitrag zeigt mir, dass auch Nischen bzw. Anbieter von Nischenprodukten oder Produkten mit einer sehr speziellen Zielgruppe sich Trends und Entwicklungen nicht verschließen dürfen. Die Entwicklung des Editors von Cloud Labs bestätigt mir diese Tatsache. Auch Kunden in diesen Bereichen sind, meist aus dem privaten Gebrauch, entsprechende Tools gewohnt. Tools wie der vorgestellte Editor stellen zudem einen neuen USP dar und verbessern so die Positionierung des jeweiligen Anbieters. Der Kunde kann so schon vor der Bestellung sein Produkt sehen und entsprechend seiner Wünsche anpassen. Dies gilt nicht für Kartons sondern auch beispielsweise für Briefhüllen, wie bei diesem Anbieter Blanke Briefhüllen GmbH. Hier können Kuvert und Karte passend zueinander gewählt werden. Zusätzlicher Aufwand entfällt und der Service wird verbessert. Wie schon gesagt, schaffen solche Lösungen neue USPs um sich auch im Wettbewerb der jeweiligen Nische abzuheben.

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