Das Magazin wird neu definiert

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Der Vorstand des US-amerikanischen „Audit Bureau of Circulations“ (ABC) hat seine Definition der digitalen Magazine in den USA und Kanada an neue Lesegeräte wie das iPad von Apple angepasst. Demnach müssen digitale Ausgaben der Magazine zwar den gleichen redaktionellen Inhalt und Anzeigen besitzen, aber nicht im gleichen Layout wie die Druckausgabe präsentiert werden.

(Bildquelle: Beyond-Print.de)

So werden nach dem neuen Standard auch speziell für mobile Lesegeräte angepasste Ausgaben von Print-Magazinen, der Gesamtauflage zugerechnet. Das ABC hat zudem bekannt gegeben, dass das Wired Magazine die erste Publikation sei, die eine Beurteilung ihrer iPad Version gewünscht hat. Nach den neuen Standards gilt diese digitale Fassung auch als sogenannte „digial replica edition“, also eine dem Druckprodukt inhaltlich gleichwertige digitale Ausgabe. Das Magazin GQ hat bereits seit Dezember 2009 eine vom ABC abgesegnete Anwendung für das iPhone und iPod Touch veröffentlicht.

Um die genauen Zahlen von Druckauflage und digitalen Auflagen für Werbekunden anzubieten, können ab dem 1. Oktober 2010 zudem die durchschnittlichen Auflagen und Leserzahlen von E-Reader-Versionen, Verkäufe von mobilen Anwendungen sowie die komplette bezahlte Auflage an das ABC übermittelt werden. Auf diese weise sollen sich Werbetreibende eine bessere Übersicht über die demographische Verteilung der Leser machen und ihre Werbung dahingehend anpassen können.

Leider hat man vergessen, die Möglichkeiten nach personalisierter Werbung bei den digitalen E-Books mit einzubeziehen. Denn wenn die digitalen Ausgaben die selbe Werbung und Anzeigen wie die Druckausgaben beinhalten müssen, kann man keine an den Leser angepassten Anzeigen in den E-Magazinen einbinden. Doch genau das, wäre für Werbetreibende sicherlich interessant. (Daniel Schürmann | Quelle: Whattheythink.com)

Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Seine Fachgebiete sind u.a. Online-Print, Mass Customization, Strategie- und Technologie Assessment für Print, sowie die Entwicklung neuer Strategien im Print- und Mediaumfeld. Bernd Zipper ist Initiator und Vorsitzender der Initiative Online Print e.V. und neben seiner Beratertätigkeit Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen für die Druck- und Medienindustrie. (Profile auch bei Xing, LinkedIn).

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