Das Ende eines „Direct-Imaging“ Experiments

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(29. September 2008 – ga/dk) Vor sechs Jahren installierte das Schweizer Druckunternehmen Stämpfli eine der ersten DICOweb Druckmaschinen von manroland. Stämpfli hat die Maschine erfolgreich genutzt und damit sein Geschäft erweitert, jedoch wird sie jetzt durch eine konventionelle Rotationsmaschine ersetzt.

Das Druckunternehmen Stämpfli hat sich dazu entschlossen die DICOweb durch eine konventionelle Rotoman Druckmaschine zu ersetzen. Peter Stämpfli erläutert, dass das Unternehmen nach umfassenden Tests und Kalkulationen entschieden hat. Die Analyse zeigte, dass eine konventionelle Rotationsmaschine sich besser für Publikationen, die typischerweise in dem Unternehmen gedruckt werden, eignet. Ursprünglich wollte das Unternehmen sogar in eine zweite DICOweb investieren. Nun wird sie durch die Rotoman ersetzt.

Das Unternehmen bereut die damalige Entscheidung für die DICOweb nicht. Denn trotz ein paar Problemen, hat sich die Maschine bewährt und die Verdoppelung der Anzahl gedruckter Zeitschriftentitel unterstützt. Peter Stämpfli ist der Meinung, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die "Direct-Imaging" Technologien großflächig verbreitet sind. Momentan kehrt seine Firma jedoch zu einer konventionellen Maschine und konventioneller Plattenbelichtung mit einem Agfa Platesetter zurück.

Die DICOweb wurde erstmals auf der Drupa 2000 vorgestellt und war damals eine Sensation. Sie besitzt einen einzigartigen wiederbebilderbaren Plattenzylinder mit einer "Direct-Imaging" Einheit. Jedoch wurden nur wenige Maschinen verkauft. Kein anderer Hersteller hat eine ähnliche Rotationsmaschine auf den Markt gebracht. Jedoch existieren einige kleinformatige Bogenmaschinen, die nach dem "Direct-Imaging" Prinzip arbeiten.

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Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Seine Fachgebiete sind u.a. Online-Print, Mass Customization, Strategie- und Technologie Assessment für Print, sowie die Entwicklung neuer Strategien im Print- und Mediaumfeld. Bernd Zipper ist Initiator und Vorsitzender der Initiative Online Print e.V. und neben seiner Beratertätigkeit Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen für die Druck- und Medienindustrie. (Profile auch bei Xing, LinkedIn).

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