dip: Offener. Jünger. Internationaler.

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(5. Juni 2008 – hgw) Die Aussteller des drupa innovation parcs (dip) sind hochzufrieden – um die Vokabel „jubeln“ zu vermeiden, die vielleicht sogar angebracht wäre. „Viele gezielte Fragen, ein enormer Kenntnisstand, offen für Anregungen und Alternativen“. Dies ist die Zusammenfassung der Befragungen der Aussteller über die Besucher – Ausnahmen von dieser positiven Grundstimmung wurden bislang nicht entdeckt.

Der Grund ist relativ einfach zu erklären: die Besucher der drupa aus den Dienstleistungsbereichen der Agenturen, Druckereien oder Verlagen wollen (um nicht zu sagen müssen) den Wettlauf mit ihren Kunden bzw. dem Markt im allgemeinen gewinnen. „Draußen“, außerhalb der Medienindustrie, ist die Automatisierung von Prozessen, die Vernetzung und die Standardisierung von qualitätsstabilisierenden Verfahren längst üblich. Und zur drupa 2008, „haben wir den Eindruck, als wäre der Knoten geplatzt. Jedenfalls hier im dip finden wir keine Besucher mehr, die vor lauter Skepsis das wesentliche verpassen – wie es früher oft der Fall bei Messen war.“

„Aufbruchstimmung“ ist auch das falsche Wort. „Wir sind dort angekommen, was wir seit vielen Jahren vorausgesagt haben“ heißt es sinngemäß oft, wenn man danach fragt, ob sich Warten auf noch besseres, noch innovativeres lohnt. „Wer jetzt den Zug verpasst – ich glaube, ein nächster fährt gar nicht mehr“ drückte es jemand aus.

Auch am Wochenende gab es einen hohen Andrang von Besuchern. Viele davon waren „privat“, auf eigene Initiative gekommen, um sich über ihre beruflichen Aussichten klar zu werden. Denn eins steht unausweichlich fest. Wer weiterhin in dieser Branche arbeiten will, muss umdenken und umlernen. Ein international bekannter Berater drückte es sogar so aus: „Jetzt müssen wir wohl eine Gehirnwäsche erzwingen. Nur mit einem radikalen Bruch mit alten Vorstellungen bekommt man die heutigen und kommenden Lösungen in den Griff.“

Vor allem der hohe internationale Anteil – übereinstimmend wird die Schätzzahl 60 % genannt – belebt die Diskussionen. „Wir erleben viele, die sich von den Möglichkeiten begeistern lassen und spontane Entscheidungen treffen, sich sofort nach der drupa konkret mit einer Investition oder Organisationsänderung zu beschäftigen.“ Was, ganz nebenbei bemerkt, ja wohl auch der eigentliche Sinn der Messe ist. Aber eben: Nach vielen Jahren düsterer Stimmung und sorgenvoller Prognosen darf man wohl denen glauben, die mit Zuversicht sagen: Na bitte, es geht doch!

Link:

dip.drupa.de

Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Seine Fachgebiete sind u.a. Online-Print, Mass Customization, Strategie- und Technologie Assessment für Print, sowie die Entwicklung neuer Strategien im Print- und Mediaumfeld. Bernd Zipper ist Initiator und Vorsitzender der Initiative Online Print e.V. und neben seiner Beratertätigkeit Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen für die Druck- und Medienindustrie. (Profile auch bei Xing, LinkedIn).

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