Drei Jahre Entwicklung für Schuhkarton

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Der Schuhhersteller Puma und Fuseprojects haben in rund 2 Jahren (genauer: 21 Monate) einen neuen Schuhkarton entwickelt. Was sich eigentlich als einfaches Produkt entpuppt, bedarf in Wirklichkeit langer Forschung und Auswahl des richtigen Materials. Wir erklären die Hintergründe und zeigen die Vorteile der neuen Schuhverpackungen.

Der neue Puma-Schuhkarton (Quelle: fuseproject.com)

An Schuhkartons werden hohe Forderungen gestellt. So müssen sie wenig Platz im Lager verbrauchen, müssen durch den Transport hohe Temperaturen und widrigen Bedingungen trotzen und zudem für den Kunden oder Käufer leicht zu transportieren sein. Zudem sollte ein Karton wenig Müll erzeugen. Um diese Anforderungen zu erfüllen wurde vom Studio Fuseproject eine Kombination aus Pappgerüst und Tragetasche entwickelt. Die neue Verpackung besteht dabei aus 65 Prozent weniger Pappe. Ebenfalls verzichtet Puma in Zukunft auf die Füllung der Kartons mit Pappe. Zudem ist die Pappe nicht laminiert, was für eine bessere Wiederverwertung spricht. Die Tragetasche besteht aus aufbereitetem PET, welcher durch Erhitzung seine Form bekommt und so eine geringe Dichte erhält. Zudem ist die komplette Verpackung recylcebar.

Die neue Packung soll in der Produktion 60 Prozent weniger Rohstoffe verbrauchen, wie Puma mitteilte. So lassen sich pro Jahr 1 Millionen Liter Treibstoff, 8500 Tonnen Papier und viel Wasser einsparen. Der Plastikmüll wird um 275 Tonnen reduziert und da der neue Schuhkarton leichter ist, spart man bei den Transportkosten ebenfalls durch geringeren Treibstoffbedarf. Die neuen Kartons sollen ab 2011 weltweit eingesetzt werden. Die Druck- und Medienbranche sollte sich an dieser Stelle ebenfalls Gedanken machen, wie man auf diese Weise nicht nur Energie und Rohstoffe, sondern auch Geld sparen kann. (Daniel Schürmann | Quelle: fuseproject.com)

Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Seine Fachgebiete sind u.a. Online-Print, Mass Customization, Strategie- und Technologie Assessment für Print, sowie die Entwicklung neuer Strategien im Print- und Mediaumfeld. Bernd Zipper ist Initiator und Vorsitzender der Initiative Online Print e.V. und neben seiner Beratertätigkeit Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen für die Druck- und Medienindustrie. (Profile auch bei Xing, LinkedIn).

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