Entwicklung: OLED-Displays an die Wand streichen

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(19. Mai 2008 – ds) Die beiden japanischen Firmen Mitsubishi Chemical und Sumitomo Chemical arbeiten derzeit an einer technologischen Sensation: Verstreichbare Elektronik. So sollen OLED Bildschirme an die Wand gesprüht werden können und sich gleichzeitig selbst mit Strom durch Solarenergie versorgen.

 

Einer der Ingenieure für Mitsubishi Chemical, Tokitaro Hoshijima, sieht in seiner streichbaren Paste die Möglichkeit für ultra-dünne Displays und. Die beiden Techniken arbeiten ähnlich, aber nach unterschiedlichen Prinzipien. Doch man könnte Materialien herstellen, die sowohl Licht aufnehmen und in Energie umwandeln, wie auch Licht reflektieren und damit ein Display bilden.

Hoshijima und viele weitere Personen arbeiten an eine molekularen Paste, die überall verstrichen werden kann. Trocknet diese Paste, hinterlässt sie einen knapp 100nm dicken Layer. Dieser bildet in der aktuellen Form die Basis für die vorgeschlagenen Solarzellen.

Hoshijima erklärt seine Vision: „Was ich möchte, ist eine Welt, die keine Steckdosen braucht.“ Die verstreichbare Paste könnte zum Beispiel Einsatz in Handys finden, Würde sie auf die Hinterseite des Handys gestrichen, könnte sie bei Lichteinstrahlung genug Energie erzeugen, um das Gerät mit Strom zu versorgen.

Mit einem ähnlichen Vorsatz haben die Entwickler von Sumitomo Chemical eine organische Lösung entwickelt, die auf eine Oberfläche gesprüht werden kann – auch direkt auf die heimische Wand. Die besprühte Oberfläche würde daraufhin ein OLED Bildschirm werden. Wenn sich hinter dem aufgesprühten OLED-Display die Solarpaste befindet, könnte sie sich damit selbst mit Strom versorgen und somit immer einsatzbereit sein – ohne Steckdosenanschluss.

Innerhalb der nächsten zwei Jahre wollen beide Firmen erste nutzbare Prototypen vorstellen, die die Welt durchaus verändern könnten.

Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Seine Fachgebiete sind u.a. Online-Print, Mass Customization, Strategie- und Technologie Assessment für Print, sowie die Entwicklung neuer Strategien im Print- und Mediaumfeld. Bernd Zipper ist Initiator und Vorsitzender der Initiative Online Print e.V. und neben seiner Beratertätigkeit Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen für die Druck- und Medienindustrie. (Profile auch bei Xing, LinkedIn).

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