Häuser bauen mit 3D-Drucker

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Bisher waren 3D-Drucker durch ihre Bauweise eingeschränkt – sie waren in einem Gehäuse gefangen. Doch lässt man die sie frei, sind sie theoretisch dazu in der Lage sogar Häuse zu bauen. Einer der 3D-Drucker-Hersteller plant nun, eine Kathedrale mit einem neuartigen Drucker zu „bauen“.

3D-Drucker (Quelle: blueprintmagazine.co.uk)

Enrico Dini gehört diese Maschine. Sie steht in Pisa (Italien) und baut bzw. druckt Objekte die in CAD-Software erstellt wurden. Das Blueprint Magazin hat einen ausführlichen bebilderten Artikel zu diesem Thema verfasst. Darin beschreibt es die generelle Funktionsweise des 3D-Druckers, wie der Erfinder auf die Idee gekommen ist, und was er damit plant: eine Kathedrale damit zu bauen.

Demnach steht der Drucker auf vier unabhängigen Säulen, und kann sich zwischen dieses in alle Richtungen bewegen. Er spritzt seine Farbe ähnlich dem InkJet Verfahren auf Sand mit einer maximalen Auflösung von 25 dpi. Durch eine Reaktion zwischen Sand und der Farbe, einem Bindematerial, wird aus dem Sand Stein. Der Prozess ist vergleichbar mit der Entstehung von Steinen in der unteren Erdschicht. Dieser Prozess wird Schicht auf Schicht fortgesetzt, sodass Säulen, Gebäude oder viele andere Formen durch den Drucker entstehen – aufgebaut von unten nach oben.

Der im Artikel vorgestellte Drucker ist ein Eigenbau und Prototyp. Aktuell erhältliche 3D-Drucker sind noch sehr teuer. So kostet ein 3D-Drucker von HP und Stratasys rund 15.000 US-Dollar. Jedoch plant das Unternehmen MarkerBot seinen gleichnamigen 3D-Drucker für rund 750 US-Dollar auf den Markt zu bringen (mehr dazu hier). Den kompletten Artikel zum 3D-Drucker der Kathedralen bauen soll, gibt es auf der Webseite des Blueprint Magazine. (Daniel Schürmann | Quelle: Makezine.com)

Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Seine Fachgebiete sind u.a. Online-Print, Mass Customization, Strategie- und Technologie Assessment für Print, sowie die Entwicklung neuer Strategien im Print- und Mediaumfeld. Bernd Zipper ist Initiator und Vorsitzender der Initiative Online Print e.V. und neben seiner Beratertätigkeit Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen für die Druck- und Medienindustrie. (Profile auch bei Xing, LinkedIn).

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