Update zu Hewlett-Packards 3D-Druck-Plänen: Verfahren soll ähnlich der Toner-Technologie sein

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Der 2D-Druck-Riese setzt sich in Richtung 3D-Druck nur langsam in Bewegung. Alle (Fach)Welt erwartet von Hewlett-Packard den Eintritt in den Kreis der Hersteller von 3D-Druckern. Meg Whitman, die HP-Chefin, hat deshalb im Frühjahr schon mal eine Ankündigung angekündigt (3D von HP noch im Sommer), um dann diese angekündigte Ankündigung auf diesen Herbst zu verschieben. Jetzt, nachdem erneut Stimmen laut wurden, HP verpasse den 3D-Zug, gab es ein TV-Interview und erste Details.

Zunächst einmal konnte Meg Whitman mit den aktuellen Quartalszahlen aber ein bislang erfolgreiches Sanierungsprogramm vermelden. Man legte bei PCs und Tablets zu, auch der Workstation-Bereich wächst. Das Druckgeschäft hingegen, von Heim-Inkjet bis Indigo, verlief „seitwärts“. Dann kam das Gespräch beim amerikanischen TV-Sender CNBC auf den Bereich 3D-Druck. Angesichts wieder gefüllter Kassen wäre eine Firmenübernahme denkbar, und so will der Moderator wissen, ob denn nun Stratasys interessant für HP wäre. Die würden nur sieben Milliarden Dollar kosten… Das konnte Meg Whitman ohne Mühe erst einmal verneinen und sagte, man wolle in dem Bereich organisch wachsen.

ZitatWhitman
(aus Interview-Abschrift von CNBC)

Bestätigt wurde dabei auch, dass HP sich in den Unternehmensmarkt orientiert. Die Ankündigung von HPs eigener („organisch“ entstandener) 3D-Druck-Technologie soll wie geplant im Herbst an einem Datum um den 31. Oktober folgen. Was die CEO von HP außerdem sagte, hat mich zunächst verwundert. Sie verwies auf gemeinsame Technologien mit HPs Toner-basierendem Geschäft. Naheliegender wären ja eher Gemeinsamkeiten mit der Inkjet-Technologie (Xaar beispielsweise baut für 3D-Printing einen eigenen Druckkopf). Dennoch weist dies auf ein Laser-Sintering-Verfahren hin. Das würde auch Sinn machen, denn mit dem Fused-Deposit-Verfahren würde HP kaum in die industrielle 3D-Fertigung kommen.

Hier noch der Link zum entsprechenden Ausschnitt aus dem CNBC-Video.

(Abschrift des Interviews)

Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Seine Fachgebiete sind u.a. Online-Print, Mass Customization, Strategie- und Technologie Assessment für Print, sowie die Entwicklung neuer Strategien im Print- und Mediaumfeld. Bernd Zipper ist Initiator und Vorsitzender der Initiative Online Print e.V. und neben seiner Beratertätigkeit Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen für die Druck- und Medienindustrie. (Profile auch bei Xing, LinkedIn).

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