Internetzugang per Grundgesetz?

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Das Internet ist in der modernen Informationsgesellschaft unablässig in der Kommunikation mit anderen und zur Wissensvermittlung. Vier von fünf Menschen betrachten die Möglichkeit, das weltweite Netz zu nutzen, deshalb als ein fundamentales Menschenrecht, das jedem Bürger zusteht.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung des internationalen Hörfunksenders BBC World Service, bei der insgesamt 27.000 Erwachsene aus 26 Ländern befragt wurden. „Das Internet ist die potenziell stärkste Quelle der Erkenntnis“, erklärt Hamadoun Toure, Generalsekretär der International Telecommunication Union (ITU), einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen, die sich mit technischen Aspekten der Telekommunikation beschäftigt. Die Regierungen müssten das Web daher als Teil der Infrastruktur begreifen, genauso wie Straßen, Wasserversorgung und Abfallbeseitigung.

Die Auffassung, dass der Zugang zum weltweiten Datenverkehr zum menschlichen Grundbedürfnis geworden ist, beginnt sich erst langsam in den Köpfen der Politiker durchzusetzen. Die Europäische Union bekennt sich zwar zu einem universellen Zugang, doch auf schnelles Breitbandinternet kann nicht überall in allen Mitgliedsstaaten zugegriffen werden.

Europäischer Vorreiter in Sachen Internetversorgung ist Finnland. Der skandinavische Staat hat Mitte Oktober vergangenen Jahres angekündigt, seinen Bürgern das Recht auf einen schnellen Breitbandzugang per Gesetz zusprechen zu wollen. Internetprovider werden demnach ab Anfang Juli dazu verpflichtet, allen 5,3 Mio. Menschen im Land eine Webverbindung mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens einem Megabit pro Sekunde zur Verfügung zu stellen. (Arne Unger | Quelle: pressetext.de, stat.fi)

Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Seine Fachgebiete sind u.a. Online-Print, Mass Customization, Strategie- und Technologie Assessment für Print, sowie die Entwicklung neuer Strategien im Print- und Mediaumfeld. Bernd Zipper ist Initiator und Vorsitzender der Initiative Online Print e.V. und neben seiner Beratertätigkeit Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen für die Druck- und Medienindustrie. (Profile auch bei Xing, LinkedIn).

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