Internet-Zugang kaum noch wegzudenken

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(17. Dezember 2008 – ds) Das Internet ist nicht mehr wegzudenken. Wie abhängig wir mittlerweile vom Web geworden sind, verdeutlicht eine aktuelle Untersuchung, die der Chiphersteller Intel gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Harris Interactive durchgeführte. Das Ergebnis ist verblüffend: 46 Prozent der Frauen und 30 Prozent der Männer würden eher auf Sex als auf das Internet verzichten.

Befragt wurden insgesamt über 2000 Erwachsene Personen und die Antworten zeigen, dass das Netz heute auf der Prioritätenliste ganz oben zu finden ist. So würden die Befragten eher auf Kabelfernsehen, Restaurant-Besuche, neue Kleidung oder die Jahreskarte im Fitnessstudio verzichten, als auf das Internet, berichtet Pressetext.

"Im Internetzeitalter ist es für einen Großteil der Menschen normal geworden, eine zunehmende Zeit online zu verbringen", erklärt Ralf Demmel, Privatdozent am Institut für Psychologische Diagnostik und Klinische Psychologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, im Gespräch mit pressetext. Dass die Abhängigkeit vom neuen Medium aber auch eine Schattenseite habe, zeige die zunehmende Zahl der Onlinesüchtigen. "Was den Gebrauch des Begriffs Sucht betrifft, würde ich in diesem Zusammenhang vorsichtig sein. Wir wissen hierüber noch recht wenig und haben keine zuverlässigen Daten über Langzeitauswirkungen vorliegen", fasst Demmel zusammen. Online-Rollenspielsucht etwa sei ein völlig neues Phänomen, das noch weitestgehend unerforscht sei. "Fest steht, dass einige Bevölkerungsschichten in dieser Hinsicht stärker gefährdet sind, abhängig zu werden, als andere. Am stärksten bedroht sind vor allem jüngere männliche Nutzer", merkt Demmel an.

Um sicherzustellen, dass man nicht selbst Gefahr läuft, eine Internetsucht zu entwickeln, sollten Web-User vor allem auf bestimmte Alarmsignale achten. "Ein wesentlicher Faktor in diesem Zusammenhang ist natürlich die Zeitspanne, die der Betroffene pro Tag im Netz verbringt. Wird so viel Zeit im Web verbracht, dass die eigene Lebensführung dadurch nicht mehr fortgesetzt werden kann und andere Dinge wie Schule, Beruf, Ernährung oder Bewegung vernachlässigt werden, ist es Zeit, die Notbremse zu ziehen", rät Demmel. Zumeist sei es schon ein deutliches Warnsignal, wenn jemand unruhig oder aggressiv wird, falls ihm der Entzug des Internets angedroht wird. "Es ist zudem wichtig zu wissen, dass die Umwelt ein derartiges Suchtproblem sicher früher erkennt als der Betroffene selbst", so Demmel abschließend.

Link:

http://pressetext.de/pte.mc?pte=081215016

Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Seine Fachgebiete sind u.a. Online-Print, Mass Customization, Strategie- und Technologie Assessment für Print, sowie die Entwicklung neuer Strategien im Print- und Mediaumfeld. Bernd Zipper ist Initiator und Vorsitzender der Initiative Online Print e.V. und neben seiner Beratertätigkeit Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen für die Druck- und Medienindustrie. (Profile auch bei Xing, LinkedIn).

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