INTERVIEW: MIT Patrick Leibold, CEO VON Celebrate

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Die Referenten des Online Print Sympoisums sind „handverlesen“ und haben alle eine einzigartige Geschichte. Dennoch tun sich manche selbst an der Spitze noch hervor. Das allerbeste Feedback beim 8. OPS Anfang März diesen Jahres bekam Patrick Leibold von der Kartenmacherei. Er erzählte in einer erfrischenden Offenheit von seinem Weg und dem Weg seines Unternehmens. Er berichtete von Niederlagen und Erfolgen und strahlte dabei eine Gelassenheit aus, dass man ihm eine ausgeglichene Work-Life-Balance auch in Krisenzeit abnimmt. Patrick Leibold, Co-CEO von celebrate, öffnete sich Bernd Zipper und schilderte seine Sicht einer neuen Arbeitswelt als Weg, nicht nur durch die Krise.

Lesen Sie hier eine kürzere Fassung des Interviews, eine längere in beyondprint unplugged oder hören Sie das Gespräch in voller Länge im Podcast auf zippers insights oder Spotify.

Bernd Zipper: Wenn man darüber nachdenkt, wie man in Deutschland online Karten macht, dann kommt man ganz schnell auf die Kartenmacherei. Und wenn man sich Gedanken darüber macht, wer sind denn so die heimlichen Heroes unserer Branche, dann kommt man schnell auf „better“. Warum habt ihr euch jetzt in celebrate unbenannt?

Patrick Leibold: Es hat sich einiges verändert in den letzten Corona-Monaten. Wir waren „better“ und wir sind immer noch „better“, aber wir haben ein paar entscheidende Veränderungen vorgenommen. Wir haben das, was die Kartenmacherei ausmacht, im web-to-print Bereich und im Eventbereich zusammengefasst und das Ganze „celebrate“ genannt.

Bernd Zipper: „better“ ist im Prinzip die Idee, neue Konzepte auszuprobieren und andere Aktivitäten zu starten. Eigentlich ist die „better group“ ein Zusammenschluss von verschiedenen Unternehmungen.  Ihr habt die Frage nach dem Marktbedürfnis gestellt und wie man das erfüllen kann. Das ist schon mal ein ganz eigener Ansatz. Nicht, ich habe eine Druckerei und wie kriege ich die voll, richtig?

Patrick Leibold: Richtig. Christoph Behn hat sich bei der Gründung der Kartenmacherei sicherlich am meisten mit dem Produkt auseinandergesetzt. Mit der Straub Druck + Medien AG in Schramberg hat er einen Partner gefunden, der ihm geholfen und das notwendige Knowhow beigesteuert hat. Alles was er hatte war ein persönliches Bedürfnis. Zur Geburt des ersten Sohnes haben er und sein Frau Jennie eine Karte bekommen. Jennie fand die Idee toll, aber die Umsetzung mittelmäßig. Christoph hat gedacht, wir würden gerne etwas Besseres haben. Da hat er sich jemanden gesucht, der viel von dem versteht, was er als Kundenbedürfnis identifiziert hat. Das war Francisco Martinez, von Straub. Jennie und Christoph haben  die Kartenmacherei gegründet und zusammengroß gemacht. Produkte auf der Basis von Bedürfnissen zu bauen, hat bei der Kartenmacherei sehr gut funktioniert und wir versuchen, die Serie fortzusetzen und uns ein bisschen zu verbreitern.

Bernd Zipper: Das heißt, ihr habt jetzt neben der Kartenmacherei noch mehr Pläne? Wie geht ihr denn weiter vor?

Patrick Leibold: Wir haben ein Team aufgebaut, welches sich strukturiert mit der Weiterentwicklung auseinandersetzt, Kundeninterviews führt, Märkte sondiert und Geschäftsideen entwickelt. Diese Geschäftsideen sind in Produkte umzusetzen, zu testen und unter Umständen sehr schnell zu verwenden. Nicht jede Idee und nicht jedes Bedürfnis, was man meint identifiziert zu haben, lässt sich in ein skalierbares Produkt umbauen. Wir haben die ersten Dinge sehr nah an die Kartenmacherei angelehnt, einen Couture Service, einen Gestaltungsservice für Heiratende. Wir haben eine App gebaut und wir haben verschiedene Dinge um die Kartenmacherei herum getestet, vieles verworfen. Wir haben beispielsweise eine Schmuckfirma übernommen, weil wir der Überzeugung waren, dass Schmuck zu verkaufen der nächstbeste Einstieg in den gleichen Markt ist. Wenn jemand eine Einladung kauft, dann braucht er auch Ringe. Doch leider hat sich herausgestellt, dass kein Mensch Ringe online kaufen will. Der Markt ist einfach noch nicht da, also haben wir dieses Experiment schnell wieder beendet.

Bernd Zipper: Also „Fail fast“, sozusagen? Oder habt ihr darin ordentlich Geld versenkt?

Patrick Leibold: Das haben wir in der Tat. Man muss den Mut zum Scheitern haben. Die Kunst ist schnell zu erkennen, wenn ein Produkt nicht skalierbar ist, nicht funktioniert oder wenn der Markt heute noch nicht da ist. Das heißt nicht, dass wir an den Markt nicht glauben, aber es ist nicht unser Ding, jetzt etwas aufzubauen und dann zehn, 15 Jahre zu warten, bis der Markt online geht.

Bernd Zipper: Es ist schon cool, wenn man sieht, dass ihr wirklich neue Sachen wagt, dass ihr es ausprobiert, euch über Arbeitswelten Gedanken macht und, und, und. Wie bekommt ihr das Geld für all das zusammen?

Patrick Leibold: Wir betreiben ein sehr gut funktionierendes Kernbusiness. Die Kartenmacherei wächst mit konstant über 30 Prozent jedes Jahr und wir waren auf dem besten Weg, vor Corona, dieses Jahr die 60 Millionen an Jahresumsatz sehr profitabel zu überschreiten. Diesen kommerziellen Erfolg nutzen wir, um neue Geschäftsmodelle aufzubauen. Niemand von uns weiß, wie es mit dem Karten-Onlinebusiness weitergeht. Wir wollen nicht irgendwann substituiert werden. Aus diesem Grund versuchen wir, uns weitere Standbeine aufzubauen und um die Kartenmacherei herum Services anzubieten, welche die Kunden ebenfalls interessieren. Wir wollen dadurch ein bisschen unabhängiger werden und werden das ganze Portfolio nochmal deutlich ergänzen.

Bernd Zipper: Wieso würdest du sagen, seid ihr mit Grußkarten erfolgreich und andere nicht? Macht ihr mehr Social Media, seid ihr näher dran am Kunden? Was ist das Erfolgsgeheimnis?

Patrick Leibold: Das ist der gute Mix aus allem. Wir verstehen uns als Design Product Company. Wir sind nicht ein klassischer E-Commerce-Shop, sondern wir planen Produkte nach Kundenbedürfnissen. Nicht alles, was man drucktechnisch machen kann, weiß der Kunde zu schätzen. Andersrum möchte der Kunde vielleicht Dinge, die bislang nicht angeboten werden. Für diese Fälle braucht man Tüftler und Hacker, die diese Dinge dann möglich machen.

Bernd Zipper: Also Product Hacker?

Patrick Leibold: Product Hacker, ganz genau. Da haben wir bei Straub die richtigen Verbündeten, deswegen haben wir uns ja letztlich entschieden, dort tätig zu werden und den Digitaldruckbereich von Straub zu übernehmen. Zusammen können wir Produkte weiterentwickeln. Das, was der Kunde möchte, mit innovativen Lösungen umsetzen. Aber wir verstehen uns genauso darauf, diese Produkte auch an den Mann zu bringen. Wir vermarkten klassisch über Suchmaschinenmarketing, gehen aber zusätzlich sehr stark ins Social Media. Wir erzeugen damit beim Kunden ein Bedürfnis. Facebook und Instagram et cetera sind sehr, sehr klug darin, Leute aufzuspüren, die in naher Zukunft ein Event haben. Je früher wir unsere Produkte präsentieren, umso besser. Wichtig, bevor wir im Wettbewerb mit anderen stehen. Das ist denke ich mal etwas, was wir sehr gut können. Ich glaube, dass wir das richtige Produkt bauen und es dann verstehen, dieses dem Kunden schmackhaft zu machen.

Bernd Zipper: Das heißt, ihr nutzt intelligente Mechanismen der Social Media Plattformen, um eben im Vorfeld den Markt „abzuscannen“. Wann kann man mit dem Produkt auftreten? Nicht einfach Streuwerbung, nach dem Motto: Hurra, ich bin auf Facebook. Sondern gezielt, dass man eben feststellt wo ein Event ansteht und da hinein verkaufen kann.

Patrick Leibold: Ganz genau.

Bernd Zipper: Ihr macht Mass Customization par excellence. Insofern habe ich besonders viel Freude daran. Ihr verändert euch. Celebrate heißt ihr jetzt. Was bedeutet der Name?

Patrick Leibold: Der neue Name beschreibt einfach nur einen Prozess, der schon vor einiger Zeit gestartet ist, nämlich dass Christoph und seine Frau Jennie sich immer weiter in das zurückziehen, was sie gerne machen und sehr gut können. Neue Geschäftsmodelle ganz klein anfangen, denken, umsetzen und dann größer aufbauen. Während der Bereich um die Kartenmacherei herum natürlich auch das ein oder andere Bedürfnis hat. Das Ganze steht immer im Wettbewerb zueinander. Jetzt kam Corona dazu. Unser Vorteil aus der Kartenmacherei war plötzlich infrage gestellt. Es gab keine Hochzeiten mehr, es gab keine Events und wir waren von heute auf morgen in einer komplett neuen Situation. Ich denke, das hat Christoph dazu gebracht, nochmal radikaler über die nächsten Schritte nachzudenken. Er möchte sich deutlich stärker auf das Thema neue Geschäftsmodelle konzentrieren und er hat für sich die Entscheidung getroffen, dass es nicht sein Wunsch ist, CEO einer großen Company zu sein. Das haben wir diskutiert, sein Bruder Steffen, der auch lange dabei ist und bisher CTO war, und ich. Wir haben gesagt, wir können uns sehr wohl dafür begeistern, das web-to-print Business und das Eventbusiness weiterzumachen. Und so haben wir die Entscheidung getroffen, dass Christoph mit einem kleinen Venture Team sich in Zukunft sehr stark unter dem Namen „better“ um neue Geschäftsmodelle kümmert. Die sind sehr wahrscheinlich sehr weit weg von dem, was heute Kartenmacherei und celebrate machen.

Bernd Zipper: Hört sich so an, dass ihr vier da ganz gut miteinander klar kommt. Das ist ungewöhnlich. Oft ist es so, du hast dann Gründer, die was zusammen tun, die haben eine tolle Idee, dann gehen die in eine bestimmte Richtung und irgendwann beginnt der Neid. Bei euch habe ich so das Gefühl, dass ihr schon ganz genau diskutiert, was ihr machen wollt und da auch einen klaren Plan habt und einfach gute Freunde seid.

Patrick Leibold: Absolut. Das war für mich auch einer der entscheidenden Gründe herzukommen. Es ist für mich eine schwierige Situation gewesen, in eine Firma einzusteigen, die von der Familie geführt wird. Wir haben uns viel Zeit genommen, uns zu Beginn kennen zu lernen, auch bevor ich mich entschieden habe, zur Kartenmacherei zu kommen. Wir waren ein crossfunktionales Team und es gab bei uns keine Zuständigkeiten, sondern wir haben versucht, das zu tun, was richtig ist. Das ist einer unserer Leitsätze und daran orientieren wir uns. Und wenn Christoph für sich reflektiert, dass er nicht der richtige CEO ist, weil es ihm a) keinen Spaß macht und b) er bei anderen Leuten diese Fähigkeit eher erkennt, dann wäre es falsch, einfach an diesem Job festzuhalten, weil man es gerne auf seiner Visitenkarte hat oder ähnliches. Ich glaube, Christoph hat auch genug erreicht, um dann zu sagen, ich ziehe mich zurück. Wir reden ehrlich miteinander und diese Entscheidung haben wir gemeinsam getroffen. Es waren intensive Diskussionen, wie man sich vorstellen kann, aber völlig frei von persönlichen Befindlichkeiten und so sind wir dann letztendlich zu einer sehr guten Lösung gekommen.

Bernd Zipper: Ich finde das bewundernswert. Ihr habt ja auch im Bereich der Arbeitswelten neue Ideen. Wie kann eine Druckerei organisiert werden, wie kann das mit dem Lohngefüge oder mit dem Miteinander aussehen? Kannst du mir da ein bisschen was darüber verraten?

Patrick Leibold: Wir glauben daran, dass wenn wir die Mitarbeiter einbinden und befähigen, Entscheidungen zu treffen und ihnen im Rahmen eines aufgezeigten Spielfeldes freie Hand geben, dann entlastet uns das und führt zu deutlich besseren Ergebnissen. Das ist unser Grundprinzip, das setzen wir überall um. Die besondere Herausforderung, die wir jetzt aktuell haben, mit unserem Coach Team gemeinsam diese neuen Arbeitswelten auf eine klassische Industrie, nämlich die kürzlich erworbene Druckerei, auszurollen. Das hat besondere Herausforderungen. Entwickler oder Marketingfachleute sind es eher gewohnt, agil zu arbeiten. In einer Druckerei ist das noch nicht so. Wir nehmen uns die Zeit, die wir brauchen und versuchen auch progressive Ideen umzusetzen und die Menschen mitzunehmen und sie zu „enablen“, wie man so schön sagt.

Bernd Zipper: Das heißt, ihr gebt Geld aus für Trainer?

Patrick Leibold: Ja. Das sind ausgebildete Coaches, die mit unseren Teams arbeiten. Der Coach ist bei uns ein Teil der Leadership Funktion, die vom klassischen Linienmanagement an das Coach Team delegiert wurde. Die Coaches übernehmen im Rahmen von festgelegten Formaten eine Art Moderations- und Führungsfunktion und helfen unseren Teams, in den agilen Arbeitswelten zurecht zu kommen. Helfen Konflikte aufzulösen, helfen Prozesse und Formate zu moderieren und versuchen möglichst viel Effizienz zu schaffen in einer Organisation, die auf den ersten Blick etwas konfus wirkt.

„Im Rahmen von festgelegten Formaten übernehmen Coaches eine Art Moderations- und Führungsfunktion. Wir glauben daran, dass Mitarbeiter einbinden und befähigen, Entscheidungen zu treffen und ihnen im Rahmen eines aufgezeigten Spielfeldes freie Hand zu geben, die Geschäftsleitung entlastet und zu deutlich besseren Ergebnissen führt.“ – Patrick Leibold.

Bernd Zipper: Ich fürchte, für einen Drucker, der so ganz „normal“ groß geworden ist, klingt das jetzt so ein bisschen esoterisch.

Patrick Leibold: Ja, der Eindruck entsteht und man muss für sich immer die Entscheidung treffen, bis zu welchem Punkt man das Ganze mitgeht. Unsere Coaches sind weniger dogmatisch und sehr pragmatisch. Wir glauben daran, dass die Befähigung von Mitarbeitern zu viel besseren Ergebnissen führt. Mit dieser Verantwortung umzugehen bedeutet auch Druck für Menschen, die das nicht gewohnt sind, die brauchen Routinen und die brauchen eine Möglichkeit, mit dieser Verantwortung umzugehen. Denn ansonsten wird es negativer Stress und dafür sind unsere Coaches gut, da der Seismograph zu sein. Muten wir den Menschen zu viel zu, zu viel Freiraum ist Stress, dann brennen Menschen aus. Da helfen unsere Coaches zu reflektieren und die richtigen Schritte zum richtigen Zeitpunkt zu gehen.

Bernd Zipper: Seit ich euch kenne ist mir immer wieder aufgefallen, dass ihr wirklich dieses Thema „Fail fast“ lebt. Das kann man nur dann, wenn man genügend Kapital hat. Das heißt, die Idee am Anfang muss schon sein, dass ich genügend Geld verdiene mit dem, was ich da tue.

Patrick Leibold: Wir arbeiten gerne und haben Spaß dabei, aber Erfolg misst man unter anderem daran, wenn es kommerziell funktioniert. Wir betreiben Firmen schon mit einer Gewinnerzielungsabsicht im ganz klassischen Sinn. Das widerspricht sich nicht. Der Anspruch, Menschen mitzunehmen, hat auch einen kommerziellen Hintergrund. Erstmal kostet die Befähigung von Menschen Geld, weil sie Zeit mit Dingen verbringen, die sonst bei einigen wenigen zusammenlaufen. Aber am Ende sind wir der Überzeugung, dass es zu deutlich besseren Ergebnissen führt und dass wir deutlich schneller handeln können. Dann bringt es uns wieder viel mehr, als wir investiert haben und dann haben wir kommerziellen Erfolg damit.

Bernd Zipper: Wie seid ihr zu dieser Erkenntnis gekommen? Was hast du vorher gemacht?

Patrick Leibold: Vor dem Studium habe ich meine Ausbildung als Verlagskaufmann gemacht. Ich war zehn Jahre bei der Funke Mediengruppe und habe im Private Equity Umfeld ganz klassisch Firmen saniert. Da habe ich viele Geschäftsmodelle gesehen, die nicht funktionieren. Ich konnte mir eine Meinung bilden, warum sie nicht funktionieren und eine Idee entwickeln, wie ich es gerne machen würde. Jedoch lässt das Private Equity Umfeld einem da wenig Raum, weil es einen kurzen Investment – Horizont hat. Das war mit der wichtigste Grund für mich, zur Kartenmacherei zu gehen. Hier bauen wir was auf, wir haben Zeit, wir haben die notwendige Ruhe, die Dinge umzusetzen und auch zu testen. Wir sind nicht von heute auf morgen zu den richtigen Ergebnissen gekommen.

Bernd Zipper: Das heißt, du hast praktisch aus dem „Schmerz“ heraus gelernt, das ist nicht mein Film?

Patrick Leibold: Es ist schon eine Herausforderung, leckgeschlagene Firmen zu sanieren, hat aber nicht viel damit zu tun, etwas langfristig und nachhaltig aufzubauen. Doch das macht mir mehr Freude. Die Menschen, die bei uns arbeiten, empfinden durch die Freiheiten, die sie haben, einen viel größeren Spaß an der Arbeit und das wiederum macht mir Spaß, gibt mir eine Motivation, die ich vorher nicht hatte. Vorher war es sehr finanziell getrieben. Heute spielt, hatte ich ja gesagt, der finanzielle Aspekt auch eine Rolle, aber es gibt so viel mehr, was uns wichtig ist, was auf der Arbeit funktionieren muss. Und daran glauben wir. Ein bisschen ist es immer Glauben, es ist schwer nachzuweisen, dass es besser funktioniert. Was wir nachweisen können ist, dass wir deutlich zufriedener sind. Wir messen sehr regelmäßig die Zufriedenheit im Team und haben da extrem gute Werte, obwohl wir mittlerweile 300 Leute sind, schaffen wir es, diese Teamzufriedenheit auf einem extrem hohen Niveau zu halten.

Bernd Zipper: Wenn ihr weiter wachst, kauft ihr noch mehr Druckereien dazu?

Patrick Leibold: Wir haben dieses Jahr siebenstellig investiert und werden das nächstes Jahr auch tun. Wir werden deutlich wachsen. Wir können die gesamte Fläche bei Straub vor Ort nutzen. Wir wollen stärker in den Buchdruck gehen und verschiedene andere Dinge tun. Es wird sehr, sehr interessant. Für die nächsten Jahre haben wir ambitionierte Pläne. Wir arbeiten immer wieder mit dem ein oder anderen Partner zusammen, der uns eine Fähigkeit gibt, die wir nicht haben. Da geht es gar nicht darum, die zu lernen und dann zu kopieren und das selber zu machen, sondern es geht darum, dass wir bestimmte Dinge können und auf denen bauen wir auf. Wir versteigen uns nicht in überambitionierten Plänen, dass wir alles von heute auf morgen können wollen, sondern wir arbeiten sehr gerne mit anderen Firmen zusammen, das hat uns beispielsweise im letzten Jahr Weihnachten extrem geholfen, eine Mehrlieferantenstrategie zu haben und ein bisschen flexibler zu sein und so werden wir das auch in Zukunft machen.

Bernd Zipper: Wie waren die Auswirkungen von Corona bei euch?

Patrick Leibold: Ich glaube, das war so der 10. oder 11. März, da konnte man sehen, dass im Stundenrhythmus die Umsätze schwanden und es haben keine Hochzeiten mehr stattgefunden. Von heute auf morgen hatten wir leere Auftragsbücher. Es war sehr ernüchternd. Das war sehr schwierig zu akzeptieren, für ein Unternehmen, das es gewohnt ist, permanent zu wachsen, plötzlich deutlich zu schrumpfen. Hier zeigt sich, dass das Team steht. Was haben wir gemacht? Wir haben überlegt, wie wir reagieren können. Wir haben versucht, Infrastrukturkosten runter zu bringen. Waren da sehr schnell unterwegs, weil wir dezentrale Entscheidungswege hatten. Wir konnten sehr viel auf ein sehr großes Team delegieren. Auf der anderen Seite, die Menschen, die bei uns arbeiten, haben alles gegeben. Wir kamen innerhalb weniger Tage zu der gemeinsamen Entscheidung, dass wir als Firma in Kurzarbeit gehen und zwar auf einem solidarischen Prinzip, 50 Prozent für jeden. Und die Entscheidung ist vom Team getragen. Wir blickten nach vorne. Was bringt uns Corona an neuen Möglichkeiten? Es verändert sich sehr viel im Umfeld der Menschen. Sie haben nach einer gewissen Zeit der Quarantäne ein hohes Bedürfnis nach sozialer Nähe, können die aber nicht ausleben, wie können wir dabei helfen? Können wir unseren Kunden irgendwie zur Seite stehen? Hochzeiten wurden abgesagt. Es hat die Menschen unglaublich unvorbereitet und in einer extremen Tiefe erwischt. Wir haben versucht, da als Firma ein Partner zu sein. Haben zum einen versucht, neue Services aufzusetzen, die die Leute in ihrer neuen Situation brauchen und zum anderen, die Kundenbeziehung zu stabilisieren und zu festigen. Das hat dazu geführt, dass wir den Aufschlag ein Stück abmildern konnten und zusammen mit den Kostenmaßnahmen kommen wir jetzt sehr gut durch die Krise.

Bernd Zipper: Jetzt redest du von neuen Produkten, ist natürlich so ein Ding. Ihr heißt Kartenmacherei, wenn du da mit einem Buch kommst, wie soll das gehen?

Patrick Leibold: Stimmt, Kartenmacherei ist sehr spitz. Das ein oder andere Produkt, wie Fotopuzzle, Wandbilder und solche Dinge, lässt das trotzdem zu. Oder ein Fotobuch, aber nur als Ergänzung im Geschäftsmodell, das wird niemals unser Haupttreiber sein. Wir haben die Entwicklung unserer celebrate App massiv vorangetrieben. Die haben wir als Hochzeits-App entwickelt und jetzt sehr schnell auf Familienkunden umgestellt. Das ist eine Fotosharing-App, die gleichzeitig zulässt, dass ich Fotoprodukte daraus bestelle. Die App verändert das Geschäftsmodell der Kartenmacherei. Kartenmacherei ist ein Shop, in den ich gehe und etwas kaufe, weil ich ein Bedürfnis habe. Bei der celebrate App teile ich Fotos und habe einen Netzwerkeffekt, der eine gewisse Viralität auslöst. Also immer mehr Leute werden in diese App eingeladen über die Events, für die sie genutzt werden und immer mehr Menschen haben dann ein Bedürfnis, unsere Produkte zu kaufen. Da gehen wir mit klassischen Bilderboxen, Retroprints, aber auch Wall Art und solchen Themen ins Spiel. Ich teile Bilder, wie der Nachwuchs die ersten Schritte macht, mit den Großeltern, die isoliert zu Hause sitzen. Solche Dinge. Da sind wir sehr stark reingegangen und das hat sehr gut funktioniert. Ein großes Momentum, kreiert aus Corona.

„Wer versucht, Kundenbedürfnisse zu identifizieren und seinen Unternehmenszweck konsequent daran ausrichtet, ist mit der „Fail fast“ Strategie gut beraten. Ein Fail-Fast-Konzept muss so sein, dass es an den Schnittstellen Fehler oder Zustände, die zu Fehlern führen, erkennt und aufzeigt. Die Diskussion, frei von eigenen Befindlichkeiten, trägt diesen Ansatz.“ – Bernd Zipper

Bernd Zipper: Ist wieder der Ansatz, was braucht der Kunde und nicht welche Maschine habe ich.

Patrick Leibold: Ganz genau. Es war nicht von vornherein klar, wie wir diese App monetarisieren. Erstmal ist es eine frei verfügbare, kostenlose Fotosharing-App, die uns eher Geld kostet, weil jedes Foto, das hochgeladen wird, kostet uns Geld für das Hosting. Wir haben gesagt, wenn wir ein geiles Produkt haben, was die Leute haben wollen und das dann ein Stück weit viral geht, dann kann ich überlegen, wie ich es monetarisiere. Und naheliegend ist, das über Printprodukte zu tun. Da kommen wir her und wir haben viel anzubieten und viele Dinge können dort dann eingebunden werden. Wir werden weitere Services anbieten. Das ist für uns der Eingangspunkt für viel, viel mehr. Ein viel größeres Geschäftsmodell, als es heute die Kartenmacherei vielleicht ist.

Bernd Zipper: Die Idee mit einer solchen App hat man mir schon mal vorgestellt. Ich glaubte nicht daran, dass das funktioniert. Das ist jetzt so zwei, drei Jahre her. Mittlerweile würde ich sagen, doch das funktioniert unbedingt, weil die Leute wollen diesen Moment mitnehmen, die Leute wollen die Erinnerung festhalten. Es greift die These: wenn du was festhalten willst, drucke es.

Patrick Leibold: Darum geht es, nicht nur ein Foto – es gibt so viele Fotos! Innerhalb der letzten vier Jahre hat sich das weltweite Fotovolumen verdoppelt, das sind unglaubliche Makrotrends, die auch dadurch ausgelöst werden, dass Handys immer hochauflösendere Kameras haben. Jeder schießt am Tag unzählige Fotos. Die Intelligenz muss darin bestehen, wie finde ich die richtigen Fotos für ein Printprodukt und kann ich dem Kunden dabei helfen, diese Auswahl zu treffen. Da haben sich schon einige daran versucht, das ist nicht ganz trivial, aber die KI-Methoden machen immer größere Fortschritte. Wir schauen uns an, wie wir Bilder nicht nur stumpf hosten und daraus ein Fotobuch machen, sondern wie können wir dem Kunden einen Gestaltungsvorschlag machen. Das sind die Richtungen, in die wir denken. Schnell haben wir gelernt, eine klassische Einladungs-App funktioniert nicht. Also, am Anfang war die Idee, einfach unsere Karten digital zu machen. Das wollte der Markt noch nicht haben. Wir haben jedoch mehrere 10.000 bis 100.000 Events im Jahr, die wir durch die Kartenmacherei begleiten dürfen. Wenn wir diesen Kunden unsere App mitgeben und sie in dieser App bleiben und vielleicht weitere Freunde einladen, dann entsteht daraus etwas sehr Großes. Ich würde das mal als kleines Facebook bezeichnen und am Ende des Tages habe ich eine Fotohosting App, die auf jedem zweiten Event genutzt wird. Dann müssen wir dem Kunden nur noch helfen, den Content nach Relevanz zu filtern. Ich muss ihm das bedeutende Bild und einen Gestaltungsvorschlag machen. Dann ist der Kunde dafür zu begeistern, ein Printprodukt für die besonderen Fotos zu kaufen. Das ist unser Geschäftsmodell.

Bernd Zipper: Das ist natürlich krass. Wenn wir mit Endkunden unterwegs sind, kommt mein Lieblingswörtchen DSGVO. Wie geht ihr denn damit um?

Patrick Leibold: Wenn man es nicht kommerziell nutzt und jemand auf einer Feier unterwegs ist oder auf einer Versammlung, wo mehr als fünf Leute sind, ist es erstmal unkritisch. Da darf ich das Foto ja benutzen, weil die Person sich in die Öffentlichkeit begibt und damit automatisch einverstanden ist, dass Bildmaterial davon produziert wird. Die DSGVO ist bei digitalen Geschäftsmodellen eine extreme Hürde. Ich würde nicht sagen, dass es uns einschränkt. Es hat bestimmte Herausforderungen, wie wir die Technologie aufsetzen müssen. Wir sind uns dessen sehr bewusst. Der Schaden, der entstehen kann, ist enorm. Ich denke, dass wir da gut aufgestellt sind. Aber das hat tatsächlich gerade bei Bildprodukten eine bedeutende Relevanz bis hin zu, was passiert, wenn ich dem falschen Kunden die Bilder von einer anderen Person schicke. Da muss man sich gar nicht auf die DSGVO stützen, um zu wissen, dass das nicht gut ist. Das fühlt sich einfach falsch an.

Bernd Zipper: Wie sehen eure Post-Corona-Pläne aus?

Patrick Leibold: Wir haben im Moment die Situation, dass immer noch keine Hochzeiten stattfinden. Wir sehen, dass sie ein Stück weit zurückkommen, die Lockerungen in allen Regionen sind auch für uns spürbar. Es wird einiges an Events nachgeholt, viel ist ins nächste Jahr verschoben. Das bedeutet, wir fahren jetzt im Standgas und müssen zu Weihnachten von null auf 100 hochschalten. Wenn wir die Weihnachtssaison erfolgreich gemeistert haben, starten wir ins Super-super-Hochzeitsjahr. 2020 sollte das Super-Hochzeitsjahr werden, allein schon wegen einiger Datumskonstellationen. Viel verschiebt sich in 2021, also erwarten wir ein extrem interessantes Jahr für uns. Begleitet von vielen neuen Produkten, die wir einführen. Viele interessante Dinge, die wir nächstes Jahr zu meistern haben.

Bernd Zipper: Eigentlich müsste doch, wenn ihr ein erfolgreiches Geschäftsmodell in Deutschland und Österreich sowie ein wenig in der Schweiz habt, die Internationalisierung anstehen.

Patrick Leibold: Wir sind in Frankreich und konnten dort etwa 150 Prozent vor Corona wachsen. Auch während Corona haben wir es tatsächlich geschafft, im Wachstum zu bleiben. Extrem interessanter Markt, der tolle Designinspirationen mitbringt. Davon profitieren wir auch im deutschen Markt. Das Produkt Karte ist nicht ohne weiteres internationalisierbar. Wir haben einen Fehlversuch beispielsweise in den Niederlanden unternommen, wo wir feststellen mussten, dass unser Produkt dort gar kein Produkt ist. Wir haben gelernt, dass das, was wir in Deutschland, Österreich oder der Schweiz machen, sich nicht einfach auf einen anderen Markt anwenden lässt, in dem man die Website übersetzt. Ich brauche ein komplett neues Produkt und das fängt an beim Papier, bei der Gestaltung und bei dem Design. Im Prinzip kann ich da von vorne anfangen. Alles, was ich habe, ist ein Shopsystem. Das ist im Moment für uns noch nicht Grund genug, zu internationalisieren. Produkte wie Wall Art oder ähnliches, die sind viel einfacher und die werden wir mit der App relativ schnell in andere Länder ausrollen. Da haben wir aber nicht mehr den Vorteil der Kartenmacherei, die über eine Million Kunden im Jahr mitbringt. Das heißt: Neustart.

Bernd Zipper: Bedeutet auch, dass in den Ländern jemand sein kann, der euch kopiert. Weil Deutschland steht unter Beobachtung. Was funktioniert hier und was passiert. Insofern seid ihr ein Inkubator für andere Länder, was das Thema Geschäftsmodelle angeht.

Patrick Leibold: Wir bekommen immer wieder Anfragen, ob wir kooperieren wollen, um mit Partnern international zu gehen. Das machen wir im Moment nicht. Wie gesagt, für uns ist im Moment der Wachstumsfokus sehr stark um die App herum und das Wachstum in Deutschland, Österreich, Schweiz zu managen. Aber die nächsten Schritte werden auch internationaler sein, definitiv. Ob wir dann wieder selbst etwas tun oder ob wir das über Akquisition machen, ist offen. Auch das ist eine Richtung, in die wir im Moment denken, etwas stärker in den klassischen buy-and-build-Bereich zu gehen. Das kann ein Ansatz sein, um dann mit einer App besser internationalisieren zu können.

Bernd Zipper: Das ist ja alles enorm ambitioniert, was du machst. Wir sitzen hier entspannt am Ammersee, einer wirklich sehr schönen Ecke Deutschlands. Jetzt stelle ich mir vor, bei dem was ihr vorhabt, wie viele Stunden arbeitet der Patrick? Wie kriegst du das hin, diese Pläne und dieses ambitionierte Arbeiten zu realisieren und gleichzeitig eine gute Work-Life-Balance hinzubekommen?

Patrick Leibold: Zum einen hilft es, wenn man das ein oder andere gesehen hat und weiß, dass nicht alles, was passiert, automatisch auf einen Weltuntergang hindeutet. Zum anderen das, was ich gesagt habe: wir haben ein breites, tolles, fähiges Management-Team. Wir sagen immer, die machen heute 50, 60 Millionen, die könnten 200 Millionen machen, so wie sie da sind und die wollen das auch. Das heißt, viel Verantwortung ist delegiert und wir haben ein Team, was auch in der Lage ist, selbst Entscheidungen zu treffen. Keiner von uns ruiniert sich physisch, psychisch. Wir haben alle ambitionierte Pläne, aber alle, weil wir einen unglaublichen inneren Antrieb haben. In der Firma arbeiten 70 Prozent Frauen, fast 30 Prozent aller Mitarbeiter haben Kinder. Wir sind sehr familienorientiert und das ist ein großer Wert, aus dem man viel Energie und Kraft zieht. Und ich genieße die zwei, drei Stunden, die ich heute Morgen mit meinem Sohn hatte, genauso, wie unser Gespräch. Wie alle Termine, die heute folgen. Ich denke, man kann das sehr schön in Einklang miteinander bringen, indem man keine strikte Trennung vornimmt. So mache ich die Dinge, die sinnvoll sind und notwendig und räume meinem Privatleben viel Zeit ein.

Bernd Zipper: Das heißt, dass du auch Arbeit und Privatleben richtig miteinander verzahnst? Also, dass du da keine dogmatische Trennung hast?

Patrick Leibold: Genau. Das bringt ein gewisses Risiko mit sich. Man muss da schon reflektieren, wie viel man arbeitet. Wenn man dann dazu neigt, mehr zu machen. Gleich hole ich meine Familie ab und wir schauen uns einen Wintergarten an. Anschließend arbeite ich heute Nachmittag wieder. Und ich mache genauso abends und am Wochenende Telefonate, genauso wie ich einfach mal mittags mit meiner Familie fahre, um etwas anzusehen. Ich denke, es gibt keinen Grund zu unterscheiden, nur weil irgendwie zwischen acht und acht ist. Es ist Arbeitszeit und da kann ich nichts anderes tun. Ich arbeite seit zwei, drei Monaten ausschließlich von zu Hause. Habe das vorher schon sehr intensiv gemacht und genieße, dass ich die Flexibilität habe, zwischen verschiedenen Terminen durchzuatmen und ein bisschen Fußball zu spielen mit den Kids und dann wieder ins Business einzusteigen. Das gibt einem viel Gleichgewicht im Kopf.

Bernd Zipper: Das hört sich schon durchaus nach einer neuen Idee von Arbeiten an. Was war denn das Schönste, was du letzte Woche gemacht hast?

Patrick Leibold: Das war ganz klar privat. Gestern Abend bin ich mit meinem älteren Sohn noch zu einem Speichersee hier in der Nähe gefahren und wir haben uns auf das  Stand-up Board geschwungen und eine Runde im Sonnenuntergang gedreht. Das ist klasse hier im bayerischen Voralpenland.

Bernd Zipper: Das ist cool. Ich danke dir sehr für das Gespräch.

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Die Referenten des Online Print Sympoisums sind „handverlesen“ und haben alle eine einzigartige Geschichte. Dennoch tun sich manche selbst an der Spitze noch hervor. Das allerbeste Feedback beim 8. OPS Anfang März diesen Jahres bekam Patrick Leibold von der Kartenmacherei. Er erzählte in einer erfrischenden Offenheit von seinem Weg und dem Weg seines Unternehmens. Er berichtete von Niederlagen und Erfolgen und strahlte dabei eine Gelassenheit aus, dass man ihm eine ausgeglichene Work-Life-Balance auch in Krisenzeit abnimmt. Patrick Leibold, Co-CEO von celebrate, öffnete sich Bernd Zipper und schilderte seine Sicht einer neuen Arbeitswelt als Weg, nicht nur durch die Krise.
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Beyond-Print.de

Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Seine Fachgebiete sind u.a. Online-Print, Mass Customization, Strategie- und Technologie Assessment für Print, sowie die Entwicklung neuer Strategien im Print- und Mediaumfeld. Bernd Zipper ist Initiator und Vorsitzender der Initiative Online Print e.V. und neben seiner Beratertätigkeit Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen für die Druck- und Medienindustrie. (Profile auch bei Xing, LinkedIn).

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