JavaFX peppt Java auf

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(5. Dezember 2008 – ds) Sun hat gestern offiziell „JavaFX 1.0“ auf den Markt gebracht. Dabei handelt es sich um eine auf Java aufbauende Rich-Internet-Technologie, die laut Sun ein „eindrucksvolles Erlebnis auf alle Bildschirme im Leben des Nutzers“ bringt. Denn JavaFX unterstützt die Entwicklung von Rich-Internet-Anwendungen (RIAs) für Browser, Desktop, Mobilgeräte und TV.

Freilich muss Suns Angebot mit Microsofts Silverlight und existierenden Adobe-Technologien konkurrieren. "Sun kommt etwas spät – aber nicht zu spät", meint IDC-Analyst Rüdiger Spies auf Anfrage von pressetext. Er räumt JavaFX Chancen im Kampf um den Web-2.0-Markt aufgrund seiner Offenheit und des Trend zu Software-as-a-Service (SaaS) ein.

Vor gut 13 Jahren war Sun mit dem ursprünglichen Java ein Wegbereiter fürs interaktive Internet. Mit dem im Mai vorab vorgestellten JavaFX startet Sun nun eine darauf aufbauende Umgebung, die deutlich mehr Multimedia-Funktionalität verspricht. Die Skriptsprache "JavaFX Script" soll die Arbeit an RIAs erleichtern, insbesondere für Entwickler, denen klassisches Java zu kompliziert ist. Eine Beschleunigung der Arbeit von Webdesignern verspricht wiederum die "JavaFX Production Suite", indem sie Medien-Formate beispielsweise aus Grafikanwendungen mit einem Klick umwandelt. Wirklich komplett ist JavaFX mit dem Erstrelease allerdings noch nicht, denn wie geplant werden einige Komponenten wie die Laufzeitumgebung für Mobilgeräte erst 2009 erscheinen.

Im heutigen Rich-Internet-Markt trifft JavaFX auf starke Konkurrenz. Insbesondere Flash ist im Browser fast ominpräsent und Adobe hat mit "AIR" auch bereits eine Technologie für den Brückenschlag zwischen Browser und Desktop auf den Markt geworfen. Und auch Microsofts Silverlight ist eine Technologie, die es Suns neuem Angebot nicht leicht machen wird, Marktanteile zu erobern. "Der zu erwartende Boom bei SaaS macht die Notwenigkeit von interaktiven Web-Anwendungen nur größer", betont allerdings Spies. Suns Neuerung komme da gerade rechtzeitig. "Damit können die vorhandenen Java-Anwendungen in SaaS-Umgebungen aufgepeppt werden", sieht der Analyst eine Chance für JavaFX.

Die langjährige Tradition von Java ist grundsätzlich eine gute Basis für Sun. "Wegen der großen Menge der Java Entwickler fällt die neue Umgebung sicher auf fruchtbaren Boden", erklärt Spies. Auch, dass es sich bei JavaFX nicht um eine rein proprietäre Technologie handelt, sieht er als Vorteil. " Adobe hat mit Flash gegenüber klassischen Java Applets sicher Boden gewonnen. Sun hat nun über die Open-Source-Community die Chance, wieder Gleichstand herzustellen", meint der Analyst abschließend zu pressetext.

Link:

http://www.javafx.com

Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Seine Fachgebiete sind u.a. Online-Print, Mass Customization, Strategie- und Technologie Assessment für Print, sowie die Entwicklung neuer Strategien im Print- und Mediaumfeld. Bernd Zipper ist Initiator und Vorsitzender der Initiative Online Print e.V. und neben seiner Beratertätigkeit Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen für die Druck- und Medienindustrie. (Profile auch bei Xing, LinkedIn).

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