Markt: Warum Digitale Transformation nichts für „Gutsherren“ ist

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Es heißt, die Pandemie hat die Digitalisierung in deutschen Unternehmen vorangetrieben. Doch zu einer „echten“ digitalen Transformation gehört weit mehr als Zoom-Calls oder moderne Maschinen. Warum dabei Loslassen so wichtig ist, es auf die richtige „Bubble“ ankommt und man nie die Relevanz seiner Produkte aus den Augen verlieren darf, hat Bernd Zipper als Gast im „Bigital-Thinking-Podcast“ von Eric Bradatsch, Geschäftsführer der Großformatdruckerei Texsib, erklärt.

Früher war das Drucker-Leben – zumindest aus heutiger Sicht – einfacher: Das Geschäft brummte, auch ohne allzu großes Zutun, das Internet war noch nicht erfunden und die Innovationszyklen in der Druckindustrie überschaubar. So vorhersehbar, so gut. Doch dann kamen DTP, WWW und die neuen Medien – und haben diese Wahrheiten auf den Kopf gestellt. Veränderungen erfolgen heute in einem irrsinnigen Tempo. Wer nicht mithalten kann, ob technologisch oder strategisch, wird es zunehmend schwerer haben, erfolgreich am Markt zu bestehen.

Die Corona-Pandemie hat diesen Trend nicht ausgelöst, aber verstärkt. Und nicht nur negative Entwicklungen mit sich gebracht, wie Bernd Zipper im Gespräch mit Eric Bradatsch erklärt. Auf persönlicher Ebene habe er etwa gelernt, loszulassen und beispielsweise darauf zu vertrauen, „dass es funktioniert, wenn die Leute von zu Hause arbeiten“. Doch das ist nur ein Aspekt, denn Loslassen zu können war und ist auch aus unternehmerischer Sicht wichtig, wie der Verlauf des Podcast-Gesprächs zeigt. Warum?

Weil die Herausforderungen auch im neuen Jahr bleiben werden: Materialknappheit zum Beispiel, um nur eine zu nennen. „Wir sehen, dass die großen Unternehmen, die gut vernetzt sind und stabile Lieferketten sicherstellen konnten, wachsen und gute Umsätze haben, und wir sehen die kleinen Unternehmen, die extrem spezialisiert sind, und aufgrund dessen wachsen. Es wird also immer größere Unternehmen auf der einen Seite und die kleinen Spezialanbieter auf der anderen Seite geben. Dazwischen sind aber jede Menge Drucker, die es zunehmend schwerer haben werden, zu bestehen“ – vielleicht auch, weil sie es verpasst haben, sich digital zu transformieren. Umso wichtiger sei auch hier das Loslassen, von individuellen Eitelkeiten oder der Sicherheit, dass Dinge, die früher funktioniert haben, es auch in Zukunft tun werden.

Partnerschaften und Firmenverbünde können nach Einschätzung des Branchenexperten ein Weg sein, den neuen Herausforderungen zu begegnen. Ein anderer wichtiger ist es aber, näher beim Kunden zu sein, in die „Bubble“ – also Gedanken- und Wertewelten der potenziellen Kunden –einzutauchen, ihre Wünsche zu verstehen und als Dienstleistungsunternehmen, Problemlöser, Ideengeber präsent zu sein. Soziale Netzwerke wie LinkedIn, Xing oder Instagram können da helfen, denn sie sind ein schneller Indikator für aufkommende Trends. Apropos: Ist Ihnen schon aufgefallen, dass viele Influencer derzeit Kochbücher, also ein ganz klassisches Druckprodukt, auf den Markt bringen, und zwar in stattlichen Auflagen? Oder dass es wieder mehr richtig gut gemachte Kataloge gibt?

Doch zurück zur digitalen Transformation, denn – da sind sich Eric Bradatsch und Bernd Zipper einig – sie ist das wichtigste Instrument, um als Unternehmen auch in Zukunft erfolgreich zu sein. Warum digitale Transformation weit mehr als nur eine Aufgabe der IT-Abteilung ist, warum sich Geschäftsführer für eine nachhaltig wirkende digitale Transformation ihres Betriebes von ihrer „Gutsherren-Denke“ verabschieden und sich stärker als Teil des Teams sehen müssen und warum es am Ende immer auf Relevanz ankommt, kann – zusammen mit jeder Menge Insider-Know-how und Anekdoten – in der neuesten Folge von „Bigital-Thinking“ nachgehört werden. Den Podcast gibt es auf Spotify, als Apple Podcast oder auf der Website des Großformatspezialisten Texsib.

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Es heißt, die Pandemie hat die Digitalisierung in deutschen Unternehmen vorangetrieben. Doch zu einer „echten“ digitalen Transformation gehört weit mehr als Zoom-Calls oder moderne Maschinen. Warum dabei Loslassen so wichtig ist, es auf die richtige „Bubble“ ankommt und man nie die Relevanz seiner Produkte aus den Augen verlieren darf, hat Bernd Zipper als Gast im „Bigital-Thinking-Podcast“ von Eric Bradatsch, Geschäftsführer der Großformatdruckerei Texsib, erklärt.
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Beyond-print.de

Für viele in der Druckindustrie ist sie keine Unbekannte: Fast 14 Jahre lang war Judith Grajewski für das Fachmagazin Deutscher Drucker tätig; hat als Redakteurin vor allem über den Wachstumsmarkt Digitaldruck berichtet, als Online-Verantwortliche das Portal print.de und die Social-Media-Kanäle mit aufgebaut und sich als „Transaction Editor“ mit Content-Management- und Marketingstrategien beschäftigt. Nach einem kurzen Intermezzo als Chefredakteurin des Werbetechnik- und LFP-Fachportals Sign&Print beim schwedischen AGI-Verlag, bleibt die studierte Dipl.-Ing. für Medientechnik (FH) ihrer Leidenschaft für Print treu und widmet sich nun der Beratung und Projektbegleitung von Druckunternehmen auf ihrem Weg in eine digitalisierte Zukunft. Darüber hinaus gibt sie als Redaktionsleiterin von Beyond Print regelmäßig Einblick in relevante Themen des E-Business Print.

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