News: Kann Web-to-Print echt nur Bullshit-Typo?

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Hand auf’s Herz: Benutzt ihr einfach nur Buchstaben oder legt ihr Wert auf eine gute Typografie? In der neuesten Jabberfish-Folge diskutieren Bernd und Haeme die Frage, ob Web-to-Print-Editoren wirklich nur Bullshit-Typo oder vielleicht doch mehr können – und was das mit den Gewohnheiten der Menschen zu tun hat.

Als gelernter Schriftsetzer erinnert sich Haeme noch gut daran, wie das Desktop-Publishing in Sachen Typografie zu einer Neudefinition von Qualität geführt hat. Selbst bekannte Softwaretools und Programme wie InDesign oder QuarkXpress haben Jahre gebraucht, um feingliedrige Gestaltungsmöglichkeiten für Schriften und Absätze zu entwickeln.

Inzwischen gibt es zahlreiche Web-to-Print-Editoren wie unter anderem Canva. Sie ermöglichen die schnelle Gestaltung moderner Designs – doch bleibt die Typo dabei auf der Strecke? Darüber lässt sich streiten. Fakt ist: Alles, was über eine gewisse Textlänge hinausgeht, lässt sich, wenn überhaupt, nur wenig feinjustieren. Selbst Trennungen sind vielen Editoren fremd.

Doch ist die Frage, welche Messlatte bei Web-to-Print überhaupt angelegt wird und was heute „good enough“ ist? Haben sich die Menschen inzwischen vielleicht schon an die „Bullshit-Typo“ der Freeware-Design-Tools gewöhnt?

Für Bernd hat gute Typografie mit Ästhetik zu tun. Sie vermittelt einen Wert, macht Information für das Auge angenehm les- und erfassbar. Für die jüngere Generation ist Schrift hingegen oft Mittel zum Zweck und einfach da. Das mag nicht zuletzt dem Geist der aktuellen Instant-Zeit geschuldet sein, in der alles sofort abrufbar sein muss. „Heute gibt es die, die Buchstaben einfach nur benutzen, und es gibt die, die noch immer Wert auf eine gute Typo liegen“, lautet schließlich auch eine Schlussfolgerung im aktuellen Jabberfish-Podcast. Außerdem: Online darf, was Print nicht darf. Die Erwartungen an die Typografie sind in der Onlinewelt anders, niedriger als bei etwas Gedrucktem.

Und bei Web-to-Print? Da liegt die Wahrheit am Ende wohl irgendwo dazwischen. Denn wie bei allem geht es auch um Effizienz. Und moderne Design-Tools ermöglichen genau das, die effiziente Gestaltung von Designs. Selbst Haeme als alter InDesign-Nerd setzt gerne auf Tools wie Canva.

Welche Argumente, Herausforderungen, Pros und Cons die beiden „Jabberfisher“ Bernd Zipper und Haeme Ulrich zum Thema Typografie in Web-to-Print-Editoren noch sehen und was das auch mit Kultur zu tun hat, könnt ihr euch in der aktuellen Podcast-Folge anhören. Den ultimativen Buchtipp, um Sinn und Zweck von guter Typografie zu verstehen, gibt es noch obendrauf.

In die Podcast-Folge 23 in voller Länge könnt ihr auf Spotify, im Publishingblog.ch oder in allen bekannten Podcast-Plattformen reinhören.

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Hand auf’s Herz: Benutzt ihr einfach nur Buchstaben oder legt ihr Wert auf eine gute Typografie? In der neuesten Jabberfish-Folge diskutieren Bernd und Haeme die Frage, ob Web-to-Print-Editoren wirklich nur Bullshit-Typo oder vielleicht doch mehr können – und was das mit den Gewohnheiten der Menschen zu tun hat.
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Beyond-Print.de

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