Nokia als neuer iPad-Konkurrent?

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Kaum geht das iPad seit fünf Tagen über die Ladentheken und wird kritisiert, folgt eine weitere Meldung über einen Konkurrenten, der Apple den Markt streitig machen möchte: Der finnische Handy-Hersteller Nokia plant angeblich, einen eigenen Tablet-PC herauszubringen.

Einer der iPad-Konkurrenten: Das WePad (Quelle: Facebook-Fanseite)

Das behauptet zumindest IT-Analyst Ashok Kumar von Rodman Renshaw, der sich auf vertrauliche Branchengespräche der Finnen mit einer Reihe von Technologie- und Hardwarelieferanten beruft. Das neue Gerät soll laut chip.de jedenfalls auch über einen Touchscreen verfügen. Eine offizielle Stellungnahme von Nokia gibt es zu solchen Plänen allerdings nicht. Daher liegen noch keine weiteren technische Details zum neuen Tablet vor. Möglicherweise kommt er Ende des Jahres auf den Markt.

Für ein derartiges Unterfangen spricht allerdings, dass Nokia zusammen mit Intel das linuxbasierte Betriebssystem Meego ins Leben gerufen hat, das unter anderem für Tablets und andere moderne Multitouch-Geräte zum Einsatz kommen soll. Im vergangenen Jahr wagte Nokia mit einiger Verspätung auch den Einstieg ins Netbook-Geschäft. Das unter dem Namen Nokia Booklet 3G gelaunchte Gerät erwies sich aber nur als mäßig erfolgreich.

Bereits 2005 stellte Nokia seinen ersten Tablet N770 vor und galt als Pionier in der Branche. Das Gerät floppte und auch die Nachfolgemodelle N800 und N810 zeigten nicht viel mehr Erfolg. Ein Grund dürfte die schlechte technische Umsetzung wie vom N810 gewesen sein, das unter anderem einen lahmen Prozessor hat – wie chip.de im Test feststellte.

Mit Nokia würde sich der Markt für Apples iPad und Amazons Kindle weiter verhärten: Künftig werden sich Kunden unter vielen anderen Tablet-PCs zwischen dem WePad von Neofonie, Microsofts Courier, dem iPad, Kindle, einem noch unbekannten Gerät von Nokia, HP Slate und zehn weiteren Konkurrenzprodukten aus Taiwan entscheiden müssen.

Ob alle diese Produkte erfolgreich sein werden und etwas taugen, ist eine andere Frage. „Wir werden in diesem Jahr definitiv noch viele Tablets zu sehen bekommen. Die brennende Frage ist allerdings, ob die Hersteller die richtigen Lehren aus dem Erfolg des iPods und des iPhones gezogen haben“, erklärt Analyst Dan Cryan von Screen Digest. Apple habe bereits zweimal bewiesen, dass nicht der Funktionsumfang, sondern die Verknüpfung von Hard- und Software, das User Interface sowie die intuitive Bedienung ausschlaggebend für den Erfolg eines Produktes bzw. einer ganzen Produktkategorie sei.

„Das Gesamtkonzept muss passen und da tut sich Apple aufgrund der Entwicklung von Hard- und Software unter eigenem Dach naturgemäß leichter als so mancher Mitbewerber“, glaubt Cryan. Doch insgesamt gibt sich Cryan vielversprechend, dass der ein oder andere Konkurrent sich auf dem Tablet-PC-Markt behaupten werde. Gut für die Käufer: Denn dadurch wird ein Preiskampf entfacht. (Arne Unger | Quelle: chip.de, golem.de, pressetext.de)

Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Seine Fachgebiete sind u.a. Online-Print, Mass Customization, Strategie- und Technologie Assessment für Print, sowie die Entwicklung neuer Strategien im Print- und Mediaumfeld. Bernd Zipper ist Initiator und Vorsitzender der Initiative Online Print e.V. und neben seiner Beratertätigkeit Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen für die Druck- und Medienindustrie. (Profile auch bei Xing, LinkedIn).

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