On Demand: Eine verpasste Gelegenheit?

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(06. April 2009 – ga/ds) Die Erwartungen an die OnDemand Show waren nicht hoch und sie haben sich erfüllt: Es gab keine wirklichen Neuigkeiten und einige große Unternehmen waren nicht vor Ort. Jedoch waren die Besucherzahlen überraschend gut und die Unternehmen die ausgestellt haben, waren sehr zufrieden mit dem Besucherfluss und der Gelegenheit ihren Marktanteil zu erhöhen.

Am auffälligsten war das Fehlen einiger großer Unternehmen, die normalerweise auf der OnDemand ausstellen, aber dieses Jahr nicht dabei waren. Darunter Adobe, HP Indigo (HP war vor Ort), Kodak, Ricoh, Sharp und Xeikon – nur um ein paar zu nennen.

Es ist sicherlich richtig, dass die wirtschaftlichen Zeiten hart sind und die Firmen sparen müssen, wo sie nur können. Shows wie die OnDemand sind nicht günstig und die Unternehmen laufen Gefahr, dass das Standpersonal ohne Arbeit herumsitzt.

Damit rechneten viele auf der diesjährigen OnDemand, jedoch kam es nicht dazu. Der Besucherfluss auf der Ausstellungsfläche war die meiste Zeit sehr gut und die Aussteller mit denen wir sprachen, waren zufrieden. Meist hörte man: „Die Qualität stimmt“. Einige der Aussteller haben also das Beste aus ihrer OnDemand-Präsenz gemacht, Xerox zum Beispiel hatte einen großen Stand mit zahlreichen Maschinen und der Stand schien immer reichlich besucht.

Charlie Pesko erinnerte die Zuhörer in seiner Keynote daran, dass in schwierigen Zeiten gerade das Marketing wichtig ist und wenn man in Marketing investieren kann, kann man mit Sicherheit einige Marktanteile für sich gewinnen. Vielleicht werden die Xerox-Konkurrenten die die Show ausgelassen haben, auf die harte Art lernen müssen.

In den Wochen vor der OnDemand gab es einige Diskussionen darüber, ob es zu viele Konferenzen sind oder ob es gar überhaupt Sinn macht, die OnDemand jährlich fortzuführen. Wir kennen die Finanzzahlen der Show oder der Aussteller nicht, jedoch sprach die Anzahl der Besucher durchaus für die OnDemand – auch in schweren Zeiten.

Wenn man erleben wollte, wie die OnDemand abgelaufen wäre, wenn man den Schwarzmalern geglaubt hätte, brauchte man nur in die AIIM Seite der Ausstellung übergehen. Dort gab es kaum Besucher und viele der Aussteller saßen gelangweilt an ihren Ständen wartend auf das Ende der Ausstellung. Der Printindustrie mag es vielleicht nicht ganz gut gehen, aber (wenn die AIIM-Besucherzahlen für etwas stehen) dann geht es der dazugehörigen Document Imaging Industrie um einiger schlechter als uns.
Autor: George Alexander; Übersetzung: Daniel Schürmann

Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Seine Fachgebiete sind u.a. Online-Print, Mass Customization, Strategie- und Technologie Assessment für Print, sowie die Entwicklung neuer Strategien im Print- und Mediaumfeld. Bernd Zipper ist Initiator und Vorsitzender der Initiative Online Print e.V. und neben seiner Beratertätigkeit Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen für die Druck- und Medienindustrie. (Profile auch bei Xing, LinkedIn).

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