#OPS2024, Tag 2: Wo „KI-Booster“ auf „All-in-Strategie“ trifft

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Wer glaubt, dass Künstliche Intelligenz wieder weggehen wird, der irrt. Denn KI steckt längst in zahlreichen Anwendungen – auch innerhalb der Druckproduktion. Welche Facetten beim Einsatz von KI bedacht werden müssen und wo sie bereits Prozesse verändert hat, wurde auch am zweiten Tag des OPS diskutiert. Wertvolle Impulse gab es auch ganz allgemein zu der Frage, wie man in wettbewerbsstarken Märkten bestehen kann – Stichwort: „All in“. Ein kurzer Wrap-Up.

Wem es nicht zuvor schon klar war, der weiß es spätestens nach dem Online Print Symposium 2024: „KI ist kein Zukunftsphänomen, sondern ein Gegenwartsphänomen“, wie Kirsten Hommelhoff, die neue Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands Druck und Medien, in ihrer Keynote zum Start in den zweiten Symposiums-Tag, treffend formulierte. Künstliche Intelligenz werde bleiben – auch, wenn der Umgang mit Künstlicher Intelligenz Regeln braucht und KI allein, so Hommelhoff ganz deutlich, noch nicht wettbewerbsdifferenzierend sei. Trotzdem sei es wichtig, sich über das Thema und die Möglichkeiten zu informieren, sich auszuprobieren, die KI zu modellieren und letztlich auch zu praktizieren. Denn: KI zu ignorieren, ist keine Option.

Damit reiht sich KI ein in Themen wie Digitalisierung und Mass Customization, denn auch das sind Trends und Themen, die sich nicht beiseiteschieben lassen, sondern Druckunternehmen zahlreiche neue Geschäftsfelder erschließen helfen. Ein gutes Beispiel dafür ist die bizay group aus Portugal. Gründer und CEO José Salgado zeigte auf der OPS-Bühne den Weg seines Unternehmens auf und gab den OPS-Teilnehmern wertvolle Learnings mit auf den Weg, nicht nur zu den Fallstricken, sondern vor allem zu den neuen Möglichkeiten, die durch Mass Customization und KI entstehen.

Dass es für KI in Print verschiedene Einsatzbereiche gibt, war auf dem Online Print Symposium an verschiedenen Beispielen zu sehen, so auch am zweiten Tag. Servi Pieters von der Viesus AG etwa, präsentierte im Rahmen der Insight Pitches seine Software, mit der sich Druck-PDF und Bilder auf Basis von KI im Handumdrehen deutlich verbessern lassen, ohne ihre Natürlichkeit dabei zu verlieren. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch die Lösung, die Dr. Davide Righini von PiktID vorstellt. SuperID wurde für die Verbesserung der Bildqualität beim Hochskalieren von Dateien entwickelt und spielt seine Stärken vor allem da aus, wo es um die Darstellung von Gesichtern geht.

Lars Klein und Niklas Mallmann von der Lyto Brands Group sprachen hingegen darüber, wie sie künstliche Intelligenz im E-Commerce, also im Handel, einsetzen, um den Customer Service und die Web-to-Print-Anwendungen in ihren verschiedenen Brandshops für personalisierte Produkte zu verbessern. Bei Hannes Steiner von story.one hingegen ging es zwar um ein klassisches Produkt, nämlich das Buch, das allerdings ganz neu gedacht wurde. Mit einem hohen Maß an Standardisierung, was Format und Umfang angeht, und trotzdem mit dem Ergebnis, das jeder Hobby-Schriftsteller im Handumdrehen seine eigene Geschichte veröffentlichen kann, mit ISBN-Nummer und sogar im Thalia-Buchhandel verfügbar. Auch hier wird längst daran gearbeitet, das Geschäftsmodell mit KI auszubauen. Spannend.

Mit Davis Zöllner, Gründer von myTaag, ging es auf der OPS-Bühne danach um ein Produkt, das zwar seinen Ursprung in Print hat, aber eben auch digital daherkommen kann, nämlich in Form der digitalen Visitenkarte von myTaag.

Für einen eindrucksstarken Abschluss des Online Print Symposiums sorgte René Ruhland, Gründer und CEO von MyPoster, der am Beispiel seines eigenen Unternehmens aufzeigte, was es braucht, um in einem gesättigten Markt trotzdem erfolgreich zu sein. „All in“, so einfach diese Strategie auch klingen mag, so anspruchsvoll ist sie in der Umsetzung, denn „all in“ bedeutet eben auch, in allen Bereichen alle Aufgaben nicht nur halb(herzig) anzugehen, sondern mit voller Leidenschaft, voller Energie, voller Zeit und ja, auch vollem Risiko.

In unserer Bildergalerie nehmen wir auch wieder mit in den zweiten Tag des Online Print Symposiums. Ausführliche Artikel – auch über einzelne Vorträge – folgen in den nächsten Tagen und Wochen hier auf beyond-print.de.

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#OPS2024: "KI ist kein Zukunftsphänomen, sondern ein Gegenwartsphänomen"
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Wer glaubt, dass Künstliche Intelligenz wieder weggehen wird, der irrt. Denn KI steckt längst in zahlreichen Anwendungen - auch innerhalb der Druckproduktion. Welche Facetten beim Einsatz von KI bedacht werden müssen und wo sie bereits Prozesse verändert hat, wurde auch am zweiten Tag des OPS diskutiert. Wertvolle Impulse gab es auch ganz allgemein zu der Frage, wie man in wettbewerbsstarken Märkten bestehen kann - Stichwort: "All in". Ein kurzer Wrap-Up zu Tag 2 des OPS.
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beyond-print.de

Für viele in der Druckindustrie ist sie keine Unbekannte: Fast 14 Jahre lang war Judith Grajewski für das Fachmagazin Deutscher Drucker tätig; hat als Redakteurin vor allem über den Wachstumsmarkt Digitaldruck berichtet, als Online-Verantwortliche das Portal print.de und die Social-Media-Kanäle mit aufgebaut und sich als „Transaction Editor“ mit Content-Management- und Marketingstrategien beschäftigt. Nach einem kurzen Intermezzo als Chefredakteurin des Werbetechnik- und LFP-Fachportals Sign&Print beim schwedischen AGI-Verlag, bleibt die studierte Dipl.-Ing. für Medientechnik (FH) ihrer Leidenschaft für Print treu und widmet sich nun der Beratung und Projektbegleitung von Druckunternehmen auf ihrem Weg in eine digitalisierte Zukunft. Darüber hinaus gibt sie als Redaktionsleiterin von Beyond Print regelmäßig Einblick in relevante Themen des E-Business Print. (Profil bei Xing, LinkedIn)

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