ThinkPrintMovie – die Zukunft auf den Punkt gebracht

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Wir leben mit dem Bedürfnis, dass immer alles besser, schneller und einfacher wird. Aktuelle Katastrophen ändern das nicht, sie verstärken den Anspruch. Das Bundeswirtschaftsministerium legte sich fest, bis 2025 soll die Technologie für einen deutschen Quantencomputer bereitstehen. 2 Mrd. Euro schwer ist das Konjunkturpaket, berichtete das Handelsblatt am 24.08.2020. Wenige glaubten, dass das Internet unser Leben und folglich die Unternehmen derart verändern könnten. „Sex sells!“ ist eine geflügelte Phrase der Werber und wurde zum Triebmittel (Sorry, für das Bonmot) für das Internet, lange bevor wir in den Unternehmen über digitale Transformation sprachen. Wenn die digitale Transformation diese gesellschaftliche Logik behält und die Evolution der Unternehmen den Bedürfnissen in den Wohnzimmern unweigerlich folgt, dann ist jetzt eine Standortbestimmung gefragt, die fundiert und vorausschauend formuliert, was die Veränderung für die Druckindustrie bedeutet.

„Ich schreibe Dir einen langen Brief, weil ich keine Zeit habe, einen kurzen zu schreiben.“ Dieser Satz wird außer Charlotte von Stein auch Voltaire, Goethe, Churchill, Marx und vielen anderen – immer ohne genaue Quellenangabe – zugeschrieben. In keiner ihrer Schriften ist dieses Zitat jedoch zu finden. Der Satz stammt aus dem Postskriptum eines Briefes des französischen Mathematikers und Philosophen Blaise Pascal aus dem Jahr 1656. Weil den aber niemand kennt – ich bin auch nur durch Zufall darauf gestoßen – haben andere Publizisten das Zitat den bekannteren Protagonisten (Fake News sind keine neue Erfindung) zugeordnet. Wie auch immer, das Zitat hat mich inspiriert, als ich darüber nachdachte, wie ich die Antwort auf die vielleicht wichtigste Frage unserer Branche vermitteln soll. Wie überzeuge ich kurz und prägnant, für alle nachvollziehbar und zugänglich, dass Print seinen Platz im Medienkanon der Gesellschaft hat und behalten wird?

„Ein fundierter und punktgenauer Text entsteht nur, wenn man sich vorab Gedanken dazu macht. Was muss er enthalten, in welcher Reihenfolge berichte ich und welches Medium nutze ich zur Veröffentlichung. Diese Arbeit braucht Zeit. Je länger und komplexer der Inhalt ist, desto mehr Zeit benötigt die Vereinfachung.“ – Bernd Zipper

Damit eine Nachricht ankommt, ist die „Darreichungsform“ entscheidend. Auf der Bühne gestalte ich Vorträge so, dass diese durch Wort, Bild, Musik und Animation nachhaltig wirken. Über die Sinnesorgane nehmen wir Informationen auf, die im Gehirn verarbeitet und gespeichert werden. Je nach Qualität der Informationen speichern wir diese im Kurz-, Ultrakurz- oder im Langzeitgedächtnis ab. Wie lange wir eine Information speichern, hängt nicht nur von deren Wichtigkeit für uns ab, sondern zunächst davon, wie die Information ins Gehirn gelangt ist. Mein Ziel ist das Langzeitgedächtnis. Die Wahrscheinlichkeit des Behaltens gibt die Psychologie mit 20 Prozent für nur Hören, mit 50 Prozent für Hören und Sehen und mit 70 Prozent für das Nacherzählen an.

Die Idee für das Video war geboren und das Storyboard wuchs und wuchs. Also nahmen wir uns die Zeit. Nicht, weil uns die Pandemie in das Homeoffice zwang, sondern weil wir nun wirklich an einer Zeitenwende stehen. Der Winkelhaken mit den beweglichen Lettern spielt nur noch eine museale Rolle. Wie einst Alexander von Humboldt kurz unter dem Gipfel des Chimborazo „Das Netz des Lebens“ als Tatsache entdeckte, so ist die Digitalisierung ebenfalls eine Tatsache, welche die Onliner nutzen. Denn alles, was digitalisiert werden kann, wird auch digitalisiert. Darüber herrscht breiter Konsens. Die digitale Transformation ist eine Tatsache, und alle, die sie nutzen, sind die Gewinner.

(Krieg- oder Krisen-)Gewinner sagen die, welche der Neiddebatte das Wort reden. Ich habe mich versichert, dass in den Entscheidungsetagen der Online-Druckereien Menschen arbeiten. Hart arbeiten, mit Empathie, Solidarität, Achtsamkeit, Beständigkeit und Zuverlässigkeit. Die Menschen, die nicht gelernt haben mit der neuen Technologie umzugehen, haben Angst. Sie hören KI und verstehen Kontrolle durch eine emotionslose Intelligenz. Es ist die Aufgabe der Menschheit, die multioptionale Handlungsvollmacht zu behalten. Es geht darum, neue Entwicklungen optimal einzusetzen und erprobte Werte der Menschheit zu leben. Wir brauchen eine neue virtuelle Ethik, eine digitale Achtsamkeit, Wissen und Bildung. Hier schreibt sich die Erfolgsgeschichte der gedruckten Medien weiter. Print ist die einzig wahre Manifestation von Wissen im Online-Zeitalter. Bücher und Zeitschriften funktionieren offline und ohne Elektrizität. Einladungskarten übertragen Wertschätzung und Verpackungen und Etiketten ermöglichen erst den Verkauf von Produkten. Personalisierter Druck schafft eine emotionale Verbundenheit und erhöht den Wert eines Produktes signifikant.

Wissen beseitigt Angst, Achtsamkeit erzeugt Empathie. Beides verhindert unkluges Handeln. Damit kommt Print eine tragende Rolle in der Befriedung der Welt zu. Alle zusammen müssen wir dieses Selbstbewusstsein haben. 1998 wurde Gutenberg vom Time Life Magazin zum „Man of the Millenium“ gewählt. Es ging dabei nicht um die Technik, sondern darum, dass ein Weg gefunden wurde, kuratiertes Wissen zugänglich zu machen und zu verbreiten. Wir haben uns immer wieder mit neuen Techniken auseinandersetzen müssen. Die Druckindustrie kann das. Wir haben es über Generationen bewiesen. Zusammen sind wir noch stärker und wir brauchen die Kollaboration und die Komplizenschaft. Es ist an der Zeit, unseren Egoismus abzulegen und an unserer neuen digitalen Welt mitzugestalten. Im Gleichklang mit anderen Medien kann Print ein Schlüssel für die bessere Zukunft der nächsten Generationen sein. Lasst uns daran arbeiten. Schauen Sie sich das ThinkPrintMovie an. Elementare Aussagen konnten wir ohne Qualitätsverlust in sechs Minuten unterbringen (das wäre in den oft üblichen dreieinhalb Minuten nicht möglich gewesen). Erzählen Sie es weiter und teilen es so oft es nur geht. Werden Sie aktiv! Vielen Dank.

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Wir leben mit dem Bedürfnis, dass immer alles besser, schneller und einfacher wird. Aktuelle Katastrophen ändern das nicht, sie verstärken den Anspruch. Das Bundeswirtschaftsministerium legte sich fest, bis 2025 soll die Technologie für einen deutschen Quantencomputer bereitstehen. 2 Mrd. Euro schwer ist das Konjunkturpaket, berichtete das Handelsblatt am 24.08.2020.
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Beyond-Print.de

Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Seine Fachgebiete sind u.a. Online-Print, Mass Customization, Strategie- und Technologie Assessment für Print, sowie die Entwicklung neuer Strategien im Print- und Mediaumfeld. Bernd Zipper ist Initiator und Vorsitzender der Initiative Online Print e.V. und neben seiner Beratertätigkeit Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen für die Druck- und Medienindustrie. (Profile auch bei Xing, LinkedIn).

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