Verleger fordern Leistungsschutzrecht

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Christian Nienhaus, der Vorsitzende des Zeitungsverlegerverbands Nordrhein-Westfalen (ZVNRW), hat ein eigenes Leistungsschutzrecht für Presseverlage gefordert. Das alte Urheberrecht aus dem Jahr 1965 sei durch die aktuelle Situation gerade mit dem Internet einfach nicht mehr zeitgemäß und fordere eine Anpassung durch ein eigenes Schutzrecht.

Christian Nienhaus (Quelle: derwesten.de)

„Unternehmen wie Google leben davon, systematisch unsere Inhalte abzugreifen. Deswegen brauchen wir ein eigenes Leistungsschutzrecht, um unser Eigentum zu schützen.“, erklärte Nienhaus vergangenen Dienstag auf dem Internationalen Zeitungskongress beim medienforum.nrw in Köln.

Das noch aus dem Jahr 1965 stammende Urheberrecht bilde, gerade wegen der rasanten Entwicklung des Internets, die veränderte Wirklichkeit in diesem Bereich einfach nicht mehr ab. So ist laut Nienhaus also eine Anpassung durch ein eigenes Schutzrecht für Presseverlage nötig.

Nienhaus erneuerte zudem die Kritik der Zeitungsverlage an der Ausdehnung von ARD und ZDF im Internet. Der mit dem jüngsten Rundfunkänderungsstaatsvertrag zwingend eingeführte Drei-Stufen-Test würde bei mobilen Applikationen von den öffentlich-rechtlichen Rundfunksendern „glatt ignoriert“. Ein „unkritisches Durchwinken textlastiger Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Internet durch die Aufsichtsgremien beeinträchtigt nachhaltig die Entwicklungsperspektiven der privaten Medien“, so Nienhaus. (Marco Schürmann | Quelle: heise.de)

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