Werbebezahlte Print Services: Studenten lassen sich ihre Ausdrucke bezahlen

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Aus Südkorea kommt ein Geschäftsmodell findiger Studenten: Die Kosten von Ausdrucken von Studenten werden von Anzeigenpartnern übernommen, die dafür auf den Ausdrucken werben dürfen. Die Idee kam Studenten, die für den Service kommerzieller Copy Shops wohl zu klamm bei Kasse waren. In den USA hat das Modell von Add2Paper nun bereits erfolgreiche Nachahmer gefunden.

Add2paper

Freenters

Bei Add2Paper und der US-amerikanischen Entsprechung Freenters dürfen allerdings nur Studenten mit gültiger Universitäts-E-Mail-Adresse nach Registrierung den Service nutzen – weshalb ich mir das Frontend der Services (übrigens bei beiden auch Mobilgeräte-optimiert) nicht ansehen konnte. Den Studenten steht außerdem nur ein Maximalkontingent an Ausdrucken zur Verfügung. Dafür können sie aber auch farbige Ausdrucke machen. Für Geräte, Online Service, Wartung und Auffüllen der Papiervorräte sehen sich die Campus-Startups zuständig. Den Raum für die universitären Standorte der Drucker stellen die Universitäten.

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Ein pfiffiges Geschäftsmodell – aber bitte nicht für den Ausdruck von Thesis-Arbeiten verwenden!
– Bernd Zipper

Für Anzeigenkunden ist so ein Service dann besonders geeignet, wenn sie gezielt Studenten ansprechen wollen („targeting“), beispielsweise solche im letzten Jahr vor ihrem Abschluss für das Recruiting. Die Anzeigen kommen in Form kleiner Banner oder in Südkorea Streifen (maximal eine Platzierung pro Seite) auf die Ausdrucke. Ich denke mal, dass dieses Geschäftsmodell für den Ausdruck von Thesis-Arbeiten nicht so ganz geeignet ist. Aber sonst halte ich das für eine ganz pfiffige und ausbaufähige Geschäftsidee.

Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Seine Fachgebiete sind u.a. Online-Print, Mass Customization, Strategie- und Technologie Assessment für Print, sowie die Entwicklung neuer Strategien im Print- und Mediaumfeld. Bernd Zipper ist Initiator und Vorsitzender der Initiative Online Print e.V. und neben seiner Beratertätigkeit Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen für die Druck- und Medienindustrie. (Profile auch bei Xing, LinkedIn).

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