Zipper’s Daily Blackprint, Tag 11: Das war die „Höher-Weiter-Schneller-Drupa“

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Als was wird man sich dieser drupa erinnern? Ganz klar: Es war die „Höher-Schneller-Weiter-drupa“! Nicht KI, nicht Nachhaltigkeit, nicht Nanografie, nicht Robotik oder ein anderes hippes Thema hat die drupa 2024 dominiert – sondern es ging schlicht darum, dass die Technologien, die schon vor 8 Jahren im Markt waren, jetzt wirklich erwachsen geworden sind. Und schneller. Und größer – also die Druckbögen.

Ich persönlich hatte unfassbar tolle Begegnungen mit alten und neuen Wegbegleitern. Ich habe gelernt, dass die „offizielle“ drupa nichts mit den Menschen „on the Showfloor“ zu tun hat. Die wollen reden, sich austauschen, sind wissbegierig und oft auch entsetzt, wenn sie feststellen, dass der Currywurst-Index einen neuen Höchststand erreicht hat. Es ist herrlich zu sehen, wie sich Fremde ad hoc und auf Augenhöhe austauschen. Und es ist toll zu sehen, dass die drupa auch nach 8 Jahren Pause wieder funktioniert.

Viele haben aber auch den Eindruck – so hat es meine kleine Umfrage ergeben –, dass sich die drupa künftig neu erfinden müsse, denn ein „Weiter so“ werde dieser Messe nicht guttun. Kürzere Zyklen stünden der drupa gut zu Gesicht, habe ich oft gehört, günstigere Möglichkeiten zur Teilnahme, ein „Start-up-Village“: Die Liste der Wünsche ist lang.

Mein persönlicher Wunsch ist eher der: Nämlich, dass ich Sie alle auf der nächsten drupa in meiner Geburtsstadt Düsseldorf wiedersehen werde. Bleiben Sie gesund, agil und mutig – die Druckindustrie braucht Sie, Ihre Leidenschaft, Kreativität und Ihre Tatkraft! In diesem Sinne: Bis 2028! Spätestens.

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Zipper's Daily Blackprint, Tag 11: Das war die "Höher-Weiter-Schneller-Drupa"
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Zipper's Daily Blackprint, Tag 11: Das war die "Höher-Weiter-Schneller-Drupa"
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Als was wird man sich dieser drupa erinnern? Ganz klar: Es war die „Höher-Schneller-Weiter-drupa“! Nicht KI, nicht Nachhaltigkeit, nicht Nanografie, nicht Robotik oder ein anderes hippes Thema hat die drupa 2024 dominiert – sondern es ging schlicht darum, dass die Technologien, die schon vor 8 Jahren im Markt waren, jetzt wirklich erwachsen geworden sind. Und schneller. Und größer – also die Druckbögen.
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beyond-print.de

Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Seine Fachgebiete sind u.a. Online-Print, Mass Customization, Strategie- und Technologie Assessment für Print, sowie die Entwicklung neuer Strategien im Print- und Mediaumfeld. Bernd Zipper ist Initiator und Vorsitzender der Initiative Online Print e.V. und neben seiner Beratertätigkeit Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen für die Druck- und Medienindustrie. (Profile auch bei Xing, LinkedIn).

DiscussionEin Kommentar

  1. Dem stimme ich zu, da muss sich Einiges neu erfinden. Allerdings bin ich n.m.E. nicht dafür diesem Aufwand öfter als alle 4 Jahre zuzustimmen geschweige denn ihn selbst auf mich zu nehmen. Es steckt schon viel dahinter, der ganze Aufbau und dann noch das Ganze wieder andersherum. Nahezu alle Aussteller waren zwar glücklich aber auch ziemlich geschafft und gefühlt niemand hatte sich auf den Abbau gefreut.

    Was auch echt doof war, dass die reinen Softwareschmieden scheinbar gezwungen in Halle 7 „verfrachtet“ wurden, empfindungsweise fernab vom wirklichen Geschehen. Da lobte ich mir bspw. die erquickliche Austausch-Atmosphäre rund um den Enfocus-/Impressed-Standbereich in Halle 8. Zudem war Halle 7 zu kühl und Einige der Standbetreuer hatten schon Erkältungen.

    Bzgl. den Chinesen: ja, das fiel auf. Auch dass Viele davon so gebündelt in den Hallen (13-16?) aufzufinden waren. Ich fände es insgesamt besser wenn man es Alles mehr in Harmonie zueinander bringen könnte, also mehr Mix (Internationalisierung) sowie auch in sich, also dass nicht in Halle A-C nur Maschinen bzgl. Weiterverarbeitung über Weiterverarbeitung sind, in Halle D-G nur die Druckmaschinenhersteller, usw. .. das könnte man doch viel abwechslungsreicher zusammenbringen. Vielleicht entstehen dadurch ja auch dann mal noch mehr Synergien, dass europäischer Hersteller X feststellt dass die Maschine N vom asiatischen Hersteller Y super zu seinem Portfolio als Erweiterung passen würde und andersherum. Und: für die Fachbesucher ist es nicht so ‚unangenehm‘ wenn Sie bei einem potentiellem Zulieferer etwas anschauen und Letzterer dann mitbekommt dass dieser Interessent auch am Nachbarstand links und rechts den Mitbewerber ggfls. ins Auge gefasst hat. Läuft ja zum Glück nicht so ab wie bei den Marktschreiern die sich dann gegenseitig ausbieten, aber böse Blicke gibt’s da durchaus schon manchmal noch. 😀

    Danke für die täglichen Berichte und Erfahrungswerte hier. 🙏🏻

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