Ich bewundere Landa. Also nicht nur Benny Landa, den ich sehr schätze, sondern die ganze Truppe. Ja, sie sind Meister des Marketings. Ja, da ist auch ein hohes Potenzial an überschäumenden Enthusiasmus – und, ja, manchmal wirds auch überzogen, aber es schaut so aus, als ob das Unternehmen nun (endlich) Maschinen liefert.
Klar, mit großem Tamtam wurde am ersten Messetag die Kooperation mit Cimpress vorgestellt – und Benny erklärte den anwesenden Journalisten sehr anschaulich sein Konzept der Nanographie – aber da stehen sie, auf dem Stand: druckende Maschinen. Ich glaube, dass das Unternehmen nun die Möglichkeit hat, sich im Markt der Digitaldruckmaschinen (endlich) gescheit zu positionieren. Dennoch glaube ich noch nicht an den „Offset-Killer“, der von Landa so gerne kolportiert wird.
Doch was wird künftig den Markt anschieben? Inkjet? Nanographie? Smarte Toner? Ganz klar: Alles. Denn jedes aktuelle Druckverfahren hat seinen Anwendungszweck und es gilt, noch viel zu lernen und weiterzuentwickeln, denn die „Allheilbringende Druckmaschine“, die „Killer-Maschine“ gibt es nicht.
Das ist beruhigend – für die Vielfalt im Markt, die Zulieferindustrie und gut für die Industrie –, denn so kann jeder seinen Platz finden. Da kann auch KI, viel Geld oder das beste Marketing nichts dran ändern. Was man auf der drupa 2024 jedoch lernt ist, dass Benny Landa und seine Truppe nun liefern können. Oder wie sagt man so schön? „Finaly they made it!“
