Wie kaum eine Messe steht die drupa für Maschinen. Logo. Und es ist schon echt solide, was hier zu sehen ist. Ich kann mich nicht sattsehen. Leider habe ich aber auch das Gefühl, dass sich in den letzten 8 Jahren – klar, minus drei Jahre, die wir an Corona verloren haben – nur wenig geändert hat.
Der eine ist jetzt mal fertig mit seinen Nanographie-Druckmaschinen, die anderen haben inzwischen Inkjetdruckmaschinen, die mal richtig Speed in die Produktion bringen, Offset ist künftig noch schneller und der Plattenwechsel reicht noch nicht mal mehr für eine Zigarettenpause. Emsig arbeiten sich Roboterarme bei der Befüllung von Paletten ab oder füttern Druck- und Weiterverarbeitungsmaschinen – und im Digitaldruck erfüllen neue Tinten die Wünsche eines jeden Kreativen.
Es sieht fast so aus, als ob – in Sachen Maschinenbau – jetzt mal „etwas fertig ist“. Und ich liebe fast jede Maschine, die ich hier sehe. Das ist toll, aber: Wo ist die echte Innovation?
Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Es ist absolut ok, mal zur Abwechslung eine Maschine zu kaufen, die einfach nur gut, solide und ausgereift ist! Es ist wirklich, wirklich gut, auch einfach mal „nur“ eine Ersatzinvestition zu tätigen. Man muss nicht auf jeden Trend aufspringen – und trotzdem suche ich noch nach „der Innovation“.
Vor ein paar Jahren waren alle berauscht von Landa: Hui, neu – aber doch irgendwie nicht… und heute? Wo gibt es „die“ Innovation? Das eine Ding, weswegen man sich an die drupa 2024 erinnern wird? Und was hatten wir nicht schon alles: Die Inkjet-drupa, die Software-drupa, die JDF-drupa, usw.
Aber was wird die drupa 2024 sein? Nach der Halbzeit der Messe darf man das ja mal fragen, oder? Was denken Sie? Schreiben Sie mir: Was war ihre Innovation auf der drupa 2024? Was wäre IHR Titel für die drupa 2024?
